App hilft beim Erfassen von Schmetterlings-Vorkommen
Viele heimische Schmetterlingsarten sind vom Aussterben bedroht oder gefährdet. Interessierte können nun mit einer App Daten für die Rote Liste zusammentragen.
Der Braune Bär gilt in einigen Bundesländern bereits als gefährdet.
(Bild: jp HAmon [CC BY-SA 3.0] via WikiMedia Commons)
Eine App soll interessierten Bürgern helfen, sich an der Erfassung von Schmetterlingsvorkommen zu beteiligen. Ziel des Projekts sei es, bundesweit Daten von einheimischen Schmetterlingsarten zusammenzutragen und den ehrenamtlichen Helfern die Arbeit zu erleichtern. Beobachtungen können den beteiligten Wissenschaftlern über die App gemeldet werden. Bisher wurden die Daten an das Internetportal Schmetterlinge Deutschlands gemeldet. Dort sind bereits 3,3 Millionen Datensätze zusammen gekommen.
(Bild:Â http://www.lepidoptera.de)
Die kostenfreie App (fĂĽr Android bei Google Play) wurde ĂĽber ein vom Bundesamt fĂĽr Naturschutz unterstĂĽtztes Projekt des Staatlichen Museums fĂĽr Naturkunde Karlsruhe, der Senckenberg Gesellschaft fĂĽr Naturforschung und des Museums fĂĽr Tierkunde in Dresden entwickelt, so eine Sprecherin.
Die Daten sind eine wichtige Grundlage für die Erstellung der Roten Liste der Schmetterlinge. Mindestens 60 Schmetterlingsarten sind den Angaben zufolge in Deutschland bereits ausgestorben, 494 weitere Arten vom Aussterben bedroht oder unterschiedlich stark gefährdet.
[Update 8.4.2019 13:27 Uhr:] Derzeit ist die App "Schmetterlinge Deutschlands" für Android verfügbar – eine Version für iOS soll im Juli herauskommen.
So manches Elternteil wird stutzen, wenn das Kind auf dem Waldspaziergang nach dem Namen einer Pflanze oder eines Tieres fragt. Forscher der Uni Jena könnten mit einem von ihnen entwickelten Verfahren vielleicht bald Apphilfe schaffen.
(tiw)