Alfa Milano: 147-Nachfolger im Tarnkleidchen
Ach wie zerfloss das noch auf der Zunge, als ein Alfa „Giulia“ heißen durfte. Jetzt scheint sich Alfa Romeo wieder auf den Klangzauber italienischer Namen zu besinnen – der "Milano" kommt als großer Bruder des MiTo
- rhi
Haar, 7. August 2009 – Ach wie zerfloss das noch auf der Zunge, als ein Alfa „Giulia“ heißen durfte. Bei diesem Klang wird selbst ein Flensburger zum heimlichen Italiener und dann das: 146, 159, 169 und wie sie alle heißen – da ist den Italienern wohl der preußische Kassenwart durchgegangen. Mit dem MiTo hat Alfa ja bereits vorsichtige Rehabilitation betrieben, auch wenn das verdächtig nach „me too“ klingt, Schwamm drüber. Doch jetzt scheint sich Alfa Romeo wieder auf den Klangzauber italienischer Namen zu besinnen …
Aus 149 wird Milano
Der Nachfolger des 147 orientiert sich in doppelter Hinsicht am jüngsten Spross der Marke, dem kleinen Mito. Neueste Erlkönigbilder zeigen eine Frontpartie mit großem Alfa-Grill, dem „Scudetto“ und Scheinwerfer, welche die Linie des Mito und des Sportwagens 8C weiterführen. Dann wäre noch die Sache mit dem Namen: Lange war 149 im Gespräch, doch inzwischen setzt man bei Alfa wieder stärker auf Emotionen und die eigene Tradition. Zudem wäre fraglich, welche Nummer der 149-Nachfolger bekommen müsste. Daher ist der Name „Milano“ jetzt fest eingeplant. Er verweist auf Mailand, den Stammsitz von Alfa Romeo.
Alfa Milano: 147-Nachfolger im Tarnkleidchen (9 Bilder)

Der herzförmige Kühlergrill zeigt es: Hier ist ein Alfa Romeo unterwegs.
Mut zur Größe
Mit einer Länge von rund 4,35 Meter übertrifft der Milano den VW Golf deutlich und schielt auf den neuen Opel Astra, der nochmals sieben Zentimeter länger ist. Dadurch soll es mehr Platz insbesondere auf der Rückbank geben. Vom 147 werden die in die C-Säule integrierten hinteren Türgriffe übernommen, vorerst kommt der neue Alfa nur als Fünftürer. Sehr anschaulich zeigt der Erlkönig eine neue Rückleuchtenform. Anders als der Mito mit seinen runden Lampen verlaufen die breiten Milano-Strahler horizontal. Die Motorenpalette dürfte von 120 bis rund 260 PS reichen. Neues gibt es vor allem bei den Benzinern: Hier kommen die aufgeladenen T-Jet-Motoren von Fiat und die Multiair-Technik zum Einsatz.
Premiere erst 2010
Allerdings müssen sich die Alfisti noch etwas gedulden. Der Milano wird nicht auf der IAA im September 2009 gezeigt, sondern erst auf dem Genfer Salon, der Anfang März 2010 stattfindet. Der Marktstart beginnt kurz danach, preislich ist mit rund 19.000 Euro für den 120-PS-Benziner zu rechnen. (rh)