Verlust der Telekom Austria niedriger als erwartet

Um in die Gewinnzone zu kommen, will der österreichische Telekom-Konzern 3000 Arbeitsplätze abbauen.

vorlesen Druckansicht 2 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • JĂĽrgen Kuri

Die Telekom Austria AG, Wien, hat im vergangenen Jahr einen niedrigeren Verlust erwirtschaftet als dies die Analysten erwarteten. Der Nettoverlust für 2000 betrage rund 3,9 Milliarden Schilling (285,6 Millionen Euro), erklärte der österreichische Konzern. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent von 3,775 Milliarden Euro auf 3,905 Milliarden Euro. Das Unternehmen habe die Zahl seiner Mobilfunkkunden um 40 Prozent steigern können und inzwischen 38.500 ADSL-Anschlüsse geschaltet. Die Zahl der Internet-Kunden sei auf 293.000 gestiegen, damit habe Telekom Austria in diesem Bereich in Österreich einen Marktanteil von 28 Prozent gegenüber 22 Prozent im Vorjahr, teilte die Firma mit.

Österreichische Medien hatten, nachdem die Telekom Austria Mitte Januar eine Gewinnwarnung ausgab, über einen Verlust von bis zu sieben Milliarden Schilling spekuliert. Auf der Aufsichtsratssitzung des Konzerns hieß es nun, dass das Unternehmen noch in diesem Jahr wieder in die Gewinnzone zurückkehren wolle. Dazu sei der Abbau von 3000 Arbeitsplätzen vorgesehen. Zudem wurde die Ablöse von Marketingchef Heinz Brasic bekannt gegeben. Seine Aufgaben würden vorübergehend vom Telekom-Vorstandsvorsitzenden Heinz Sundt übernommen, hieß es. In den letzten Tagen hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, dass Telecom Italia die Telekom Austria übernehmen wolle. (jk)