Ford bringt Powershift-DKG in US-Kleinwagen
Das Doppelkupplungsgetriebe verbindet Schaltkomfort mit günstigem Verbrauch. Ford will das hauseigene "Powershift"-DKG ab 2010 sogar in Kleinwagen anbieten
- Gernot Goppelt
Hannover, 26. Januar 2009 – Bis vor nicht allzu langer Zeit gab es bei der Wahl eines Getriebes noch klare regionale Vorlieben. Während die meisten Nordamerikaner ein Automatikgetriebe bevorzugen und manche mit einem Handschaltgetriebe wenig anfangen können, dominiert in Europa bis heute das Schalten per Hand. In Asien sind (neben anderen Getriebetypen) CVT-Getriebe besonders beliebt, da sie preisgünstig viel „Schaltkomfort“ bieten, was sie für „Mega-Cities“ prädestiniert.
Trendwende in den USA
Nachdem seit einigen Jahren, getrieben durch Volkswagen, das Doppelkupplungsgetriebe (DKG) in Deutschland und Europa immer mehr aufkommt, scheint dieser Trend nun noch schneller als erwartet nach Amerika überzuschwappen. Denn seit der Spritpreis-Krise in der ersten Jahreshälfte 2008 haben sich auch dort die Schwerpunkte verschoben: Gefragt sind Getriebe, die zwar einerseits gewohnt komfortabel sind, aber andererseits beim Kraftstoffsparen helfen. Diese Verbindung aus Komfort und Effizienz verbindet das DKG derzeit am besten. Denn ein CVT ist (vor allem bei der Übertragung hoher Drehmomente) ineffizienter, das automatisierte Schaltgetriebe unkomfortabler und ein „sparsamer“ Wandlerautomat teurer.
Ford bringt Powershift-DKG in US-Kleinwagen (3 Bilder)

Das Doppelkupplungsgetriebe "Powershift" soll ab 2010 in Nordamerika in Kleinwagen angeboten werden. (Bild: Ford)
Ford USA teilte vor einigen Tagen mit, dass Doppelkupplungsgetriebe dort ab 2010 im „Small-Car-Segment“ eingesetzt werden sollen. Die hausinterne Bezeichnung für das DKG bei Ford ist wie hierzulande „Powershift“. In Europa sind die Powershift-Getriebe bei Ford und Tochter Volvo bereits im Einsatz, zugeliefert vom Getriebespezialisten Getrag, der übrigens über das Joint Venture Getrag Ford Transmissions recht eng mit dem Autobauer verbandelt ist.