Oculus Quest: High-End-VR ohne PC oder Konsole
Die Oculus Quest ist eine VR-Brille, die weder Gaming-PC noch Tracking-Kameras braucht. Sie bietet maximale Bewegungsfreiheit bei leicht reduzierter Grafik.
In zeitgemäßer Virtual Reality kann man nicht nur frei herumlaufen, sondern auch mit der Hand virtuelle Gegenstände anfassen. HTC Vive, Oculus Rift & Co. ermöglichen das seit Jahren, aber die Einstiegshürden sind hoch: Man benötigt einen leistungsstarken Gaming-PC und Platz für mindestens zwei externe Kameras oder Sensoren, die man in einem ausreichend großen Zimmer anbringen muss. Einen festen Platz für VR mit möglichst viel Bewegungsfreiheit haben Gelegenheits-Virtual-Realisten allerdings in den seltensten Fällen.
Hier setzt Oculus mit seinem autarken Quest-Headset an. Es funktioniert ohne angeschlossenen PC, braucht keine externen Trackingsensoren und kommt prinzipbedingt ohne störende Kabel aus. Das führt zu einem bislang nicht – beziehungsweise nur mit teuren Funkadaptern – möglichen Freiheitsgefühl. Bewegungsintensive Titel wie das Zeichenprogramm Tilt Brush oder das Rhythmus-Spiel Beat Saber gewinnen deutlich, wenn man sich nicht mehr im Kabel verheddern kann. Übrigens: Mit bisherigen autarken Headsets wie der Oculus Go oder Smartphone-Brillen wie GearVR und Google Daydream funktioniert solche Software nicht; die Geräte erkennen lediglich Kopfdrehung und -neigung, aber nicht die Position im Raum. Außerdem unterstützen sie keine vollständig getrackten Hand-Controller.
GroĂźer SpielspaĂź trotz abgespeckter Grafik
Die Grafikdarstellung der Quest ist gegenĂĽber PCs sichtbar vereinfacht. Kein Wunder, drin steckt lediglich ein schon etwas angestaubtes Snapdragon-835-SoC mit 4 GByte RAM. Aktuell ist die Smartphone-Welt mit dem Snapdragon 855 bereits zwei Generationen weiter. FĂĽr den Chip von 2017 hat sich Oculus offenbar entschieden, um die Kosten niedrig zu halten: Mit 64 GByte Flash kostete die Quest zum Testzeitpunkt 450 Euro, mit 128 GB 550 Euro.
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