Bosch: Zu wenige kleine Autos haben ESP
Inzwischen sind 81 Prozent aller in Deutschland neu zugelassenen Pkw mit ESP ausgerüstet, doch bei Kleinwagen sind es gerade 42 Prozent. In Frankreich ging der ESP-Anteil bei Neuwagen 2008 gar zurück
- ssu
Stuttgart, 19. Februar 2009 – Der Anteil neu zugelassener Pkw, die mit einem elektronischen Stabilitäts-Programm (ESP) ausgerüstet sind, ist im ersten Halbjahr 2008 im Vergleich zum Gesamtjahr 2007 leicht gestiegen. Im ersten Halbjahr 2008 waren in Deutschland 81 Prozent aller neu zugelassenen Pkw mit dem elektronischen Schleuderschutz ausgestattet, was einem Anstieg um zwei Prozentpunkte gegenüber 2007 entspricht. Dies teilt die Robert Bosch GmbH mit.
Nachholbedarf bei Kleinwagen
Der Erhebung zufolge sind jedoch nur 42 Prozent aller Kleinwagen-Neuzulassungen (B-Segment) in Deutschland mit ESP ausgerüstet. Dies bedeutet einen Anstieg um vier Prozentpunkte gegenüber 2007. Im A-Segment, also den Kleinst- beziehungsweise "Miniwagen" ging der ESP-Anteil der Neuzulassungen hingegen zurück. Im ersten Halbjahr 2008 waren 29 Prozent der neuen Kleinstautos ab Werk mit ESP ausgestattet, weitere 3 Prozent hatten den Schleudersitz auf Wunsch des Kunden an Bord. 2007 besaßen demgegenüber 31 Prozent der neuen Kleinstwagen ein serienmäßiges ESP und weitere 8 Prozent als aufpreispflichtiges Extra. Womöglich waren die im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2008 drastisch angestiegenen Spritpreise ein Grund dafür, dass viele Kunden im A-Segment jede Sparmöglichkeit beim Neukauf ausnutzen wollten.
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ESP-Ausrüstungsraten bei Neufahrzeugen - Deutschland
Große Wagen voll versorgt
In den höheren Fahrzeugsegmenten ist fehlender Schleuderschutz hingegen kaum noch ein Thema: Laut einer von Bosch verbreiteten Übersicht sind alle Autos der Luxus- sowie der oberen Mittelklasse ab Werk mit einem ESP ausgerüstet, die Mittelklasse stagniert bei 99 Prozent, und auch in der unteren Mittelklasse ist mit 97 Prozent Serienausstattung und 1 Prozent Sonderzubehör kaum noch Wachstumspielraum für den elektronischen Assistenten.