Sächsische Initiative will Saab retten

Ist Saab noch zu retten? Einige Dresdner Fans der Marke sagen "Ja" und haben einen Verein gegründet. Ziel ist es, genügend Geld zu sammeln, um das schwedische Unternehmen kaufen zu können

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Von
  • rhi
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Dresden, 27. Februar 2009 – Wie lange wird es noch Autos von Saab geben? Während die Experten und Politiker von Monaten, vielleicht gar nur Wochen ausgehen, formiert sich in Sachsen eine Gruppe Unerschrockener, um das Unmögliche wahr zu machen: die Rettung der schwedischen Marke.

Entstanden ist die kühne Rettungsidee beim örtlichen Saab-Händler in Dresden. Tobias Kaboth, Geschäftsführer des Dresdner Automobilhändlers mobilforum erläutert die Beweggründe: „Die Meldungen vom Untergang der Traditionsmarke Saab verdichten sich. Aus diesem Grund rufen unsere Kunden Tag und Nacht an, um die aktuellsten News zu hören. Zugleich versichern sie uns, dass für sie kein anderes Fahrzeug in Frage kommt.“ So entstand der Plan, den schwedischen Autobauer zu kaufen.

Sächsische Initiative will Saab retten (4 Bilder)

Retter von der Elbe? Die Initiatoren Tobias Kaboth, Michael Hesse und Carsten Seifert (v.l.n.r.)

Schnell gründete Kaboth gemeinsam mit anderen Saab-Enthusiasten den Verein „Rescue Saab e.V.“ und hob eine Website (www.rescue-saab.com) aus der Taufe. Der englische Name ist Programm, denn man möchte Markenfans auf der ganzen Welt erreichen. So wurden unter anderem prominente Saab-Fahrer wie Stefan Raab, Bastian Pastewka, Jay Leno und auch Bill Gates angeschrieben. Mit der Einzahlung einer Aufnahmegebühr von 50 bis 500 Euro kann man zum Vereinsmitglied werden und wird dafür beim späteren Saab-Kauf Aktionär in Form von Optionsscheinen.