Geisterfahrer-Warner für Autobahnen
Sie sind der Alptraum eines jeden Verkehrsteilnehmers: Geisterfahrer. Um die Gefahr der Falschfahrer und ihrer schlimmen Folgen zu bekämpfen, setzt Nissan nun auf die Hilfe von Mobiltelefonen
- rhi
Brühl, 2. März 2009 – Nissan und der japanische Autobahnbetreiber West Nippon Expressway Co. Ltd. (West Nexco) streben eine noch bessere Unfallverhütung auf Autobahnen an. Unter anderem sollen Geisterfahrer, die in der Hektik des Augenblicks die falsche Einfahrt nehmen, schnell und zuverlässig gewarnt werden.
Mobiltelefone als Helfer in der Gefahr
Hintergrund des Vorhabens ist laut Nissan die starke Zunahme von Falschfahrern in Japan, bedingt durch die dortige stark steigende Zahl älterer Verkehrsteilnehmer. In Deutschland seien dagegen von jährlich rund 1800 Geisterpiloten nur etwa zehn Prozent über 65 Jahre alt.
Geisterfahrer-Warner für Autobahnen (3 Bilder)

Die Verbindung von Mobilfunktechnik und GPS erkennt, ob man falsch fährt und warnt den Piloten
Beim Kampf gegen Geisterfahrer setzen Nissan und West Nexco auf moderne Mobilfunktechnik. Dabei kommt ihnen zugute, dass in Japan das Mobilfunknetz bereits standardmäßig Signale des satellitengestützten GPS (Global Positioning System) verarbeitet. Bei dem System erkennt das vernetzte Mobiltelefon über den Satellitenempfänger des Navigationssystems, ob eine Fahrt in die falsche Richtung geht. In diesem Fall erfolgt sofort eine akustische und optische Warnung. Sich dem Fahrzeug auf Kollisionskurs nähernde Verkehrsteilnehmer werden ebenfalls über Funk verständigt; zeitgleich geht eine Eilmeldung an eine Meldestelle, die sie wiederum an den Verkehrsfunk weiterleitet.