ThemenmolekĂĽl: Die Merkschrift
Glasers gesammelte Linkwolke aus der Welt der Wissenschaft und Technologie. Diesmal unter anderem mit Felix, der Katze, der ultimativen Genealogie populärer Musik und versteckten Gehirnen.
- Peter Glaser
Auf meinen Expeditionen durch das Netz finde ich immer wieder bemerkenswerte Informations-Atome, die sich im Lauf der Zeit zu Themenmolekülen verbinden. Gelegentlich möchte ich an dieser Stelle solche Link-Gravitationswolken aus der Welt der fröhlichen Wissenschaft und Technologie vorlegen.
Musicmap wurde 2016 gestartet und ist eine äußerst informative Visualisierung der Musikgeschichte. Sie versucht, die ultimative Genealogie der populären Musikgenres bereitzustellen, einschließlich der Beziehungen und Einflüsse zwischen den Genres. Die farbenfrohe Infografikerinnert an die Skyline einer Stadt. Jedes "Gebäude" ist farblich gekennzeichnet und als ein musikalisches Super-Genre gekennzeichnet. Klickt man auf ein Gebäude, wird eine Übersicht über das jeweilige Musikgenre mit einer Liste von Subgenres angezeigt. Klickt man auf ein Subgenre, findet sich neben einer kurzen Beschreibung eine Playlist mit Beispielen, die mit eingebetteten YouTube-Videos verknüpft sind. Musicmap ist das Leib- und Magenprojekt der Musikenthusiasten Kwinten Crauwels, im Zivilberuf Architekt, und seines Bruders Dries Crauwels, der Webentwickler ist.
Warum reichen Tatsachen oft nicht aus, um falsche Überzeugungen zu zerstreuen? Wenn man weiß, dass ein Medikament ein Placebo ist, könnte es trotzdem wirken? Was kann uns ein Persönlichkeitstest darüber sagen, wer wir sind? Diese und viele andere Fragen werden in der preisgekrönten Podcast- und Radiosendung Hidden Brain untersucht. Das faszinierende Programm wird von dem Sozialwissenschaftler und Journalisten Shankar Vedantam moderiert und enthüllt die unbewussten Muster, die das menschliche Verhalten bestimmen und die Vorurteile, die unsere Entscheidungen prägen. Hidden Brain ist eine Produktion des amerikanischen National Public Radio (NPR), einer öffentlichen, lose organisierten Zusammenarbeit von Hörfunksendern in den USA.
Jeder freut sich doch ab und zu über eine hilfreiche Gedächtniserweiterung. Die Schriftart Sans Forgetica ist ein innovatives Tool und liefert genau das. Die Chrome-Erweiterung von Sans Forgetica ist ein must have für alle, die mehr lesen als tippen und aber die erinnerungsfördernde Schriftart gleichfalls nutzen möchten. Den unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten entwickelten Font kann man kostenlos für Mac & PC downloaden.
Er basiert auf einer Theorie der kognitiven Psychologie, die als desirable difficulty (wünschenswerte Schwierigkeit) bezeichnet wird und ist deshalb ein wenig schwieriger zu lesen als die Standardschriften. Die Schrift wurde von einem interdisziplinären Team, bestehend aus Psychologie- und Designforschern einschließlich des berühmten Typographen Stephen Banham an der RMIT University im australischen Melbourne erstellt.
(bsc)