Schlussakkord fĂĽr Concert

Concert, das Gemeinschaftsunternehmen der US-Telefongesellschaft AT&T und der British Telecom, steht trotz Milliardenumsätzen vor dem Aus.

vorlesen Druckansicht 1 Kommentar lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die US-Telefongesellschaft AT&T und die British Telecom diskutieren nach Informationen der New York Times Pläne, denen zufolge das gemeinsame Joint-Venture-Unternehmen Concert aufgelöst werden soll. Die 1998 gebildete Concert ist auf weltweite Telekommunikations-Dienstleistungen für Großfirmen spezialisiert und erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit 7000 Mitarbeitern einen Umsatz von 16 Milliarden Mark. Zuletzt war Concert unter anderem am Bau des neuen Hochgeschwindigkeits-Seekabels – Trans Atlantic Telephonecable Nr.14 – zwischen Europa und den USA beteiligt.

Hintergrund der Trennungsabsichten soll vor allem das schwache Concert-Betriebsergebnis in Europa sein. Nach Angaben des US-Blatts haben die Briten AT&T auch den Verkauf der eigenen Concert-Anteile vorgeschlagen. AT&T würde dadurch seine Reichweite in Europa deutlich vergrößern. Ob die EU-Wettbewerbshüter eine solche Transaktion anstandslos passieren lassen, ist angesichts der Blockade des General Electric-Honeywell-Deals aber mehr als fraglich. Morgen wird die Europäische Kommission aller Voraussicht nach die Fusion der zwei US-amerikanischen Firmen wegen kartellrechtlicher Bedenken nicht genehmigen. Grund: Der fusionierte Konzern würde eine marktbeherrschende Stellung in der Luftfahrtindustrie einnehmen. (pmz)