Fehler bei Kreditkartenabrechnung der GZS

Die Gesellschaft für Zahlungssysteme hat Schwierigkeiten bei der Umrechnung ausländischer Währungen.

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Von
  • Christian Kirsch

Die Gesellschaft für Zahlungssysteme (GZS) hat Schwierigkeiten bei der Umrechnung ausländischer Währungen. So benutzt sie in einigen Fällen bei der Konvertierung von griechischen Drachmen in Euro nicht den seit 1.1.1999 geltenden offiziellen Kurs, sondern täglich andere. Die in den Kreditkarten-Abrechnungen angegebenen Werte schwankten zwischen 340,82828 und 340,63802 Drachmen. Der offizielle Kurs liegt hingegen bei 340,75. Bei niedrigen Beträgen fallen die Fehler allerdings nicht ins Gewicht. Erst ab mehreren zehntausend Drachmen liegen die Unterschied im Pfennig-Bereich.

Gravierender sind die Fehler bei der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Hier setzt die GZS für Umsätze am selben Tag stark differierende Kurse an. So zum Beispiel am 6. Juni mit 0,8648227 beziehungsweise 0,8438748 Dollar. Mit knapp zweieinhalb Prozent beträgt die Abweichung hier das Doppelte des Betrags, den die Firma ihren Kunden als "Entgelt für den Auslandseinsatz" in Rechnung stellt.

In einem lakonischen Schreiben bestätigt die GZS, dass ihre "Angaben leider nicht korrekt" seien. Das Problem sei bekannt, "eine korrigierte Abrechnung können wir ... leider nicht zur Verfügung stellen." Trotzdem ist sich der Dienstleister sicher: "Ein finanzieller Schaden ist Ihnen hierbei nicht entstanden." Die GZS wickelt für viele Banken die Abrechnung der von ihnen ausgegebenen Visa- und Eurocard-Kreditkarten ab. 1999 betreute sie rund 6,5 Millionen Karten und über 400.000 Akzeptanzstellen. (ck)