Mobilfunkanbieter Drillisch steht zum Verkauf

Drillisch verhandelt nach eigenen Angaben mit sechs Interessenten über eine Übernahme.

vorlesen Druckansicht 7 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Jürgen Kuri

Der am Neuen Markt notierte Kölner Mobilfunkanbieter Drillisch AG steht zum Verkauf, sagte Vorstandssprecher Marc Brucherseifer der Welt. Mit sechs Interessenten würden Verhandlungen geführt. Die Übernahme solle in den kommenden Monaten erfolgen. Management und Aktionäre seien sich darin einig, das Unternehmen für einen fairen Preis zu verkaufen. Dieser müsse deutlich über der aktuellen Marktkapitalisierung von rund 47 Millionen Euro liegen, sagte der Vorstandssprecher. Drei der sechs Interessenten seien Netzbetreiber, die drei anderen direkte Konkurrenten.

Drillisch betreibt sein Kerngeschäft als Anbieter von Mobilfunkdiensten ohne eigenes Netz und hatte im Frühjahr 2000 seine Festnetzsparte an den finnischen Telekom-Konzern Elisa verkauft. Ohne den Verkauf hätte die Firma Insolvenz anmelden müssen, sagte Brucherseifer der Zeitung. Das Festnetzgeschäft des Kölner Unternehmens war selbst stark defizitär. Drillisch ist allerdings beileibe nicht der einzige Telekom-Konkurrent ohne eigenes Netz, dem der Wind ins Gesicht blies: In den letzten Monaten waren einige Telefonanbieter angesichts von Dumpingpreisen und weiter sich verschärfendem Preiskampf unter Druck geraten. (jk)