Basket: Lichtskulptur aus LEDs
Fliegende Elektronikaufbauten ohne Platinen oder Kabel sind eine Kunst fĂĽr sich. Ein KĂĽnstler setzt auf flache LED-Gitter, die extra in Form gebogen werden.
(Bild: Jason Krugman)
- Helga Hansen
Dreidimensionale Lichtskulpturen von klein bis groß sind die Spezialität von Interaction Designer Jason Krugman. Für den minimalistischen Look nutzt er dabei die Struktur der Skulpturen selbst, um die Lichtquellen mit Spannung zu versorgen. So sind keine extra Kabel oder Verbindungsstecker nötig. Ausgehend von seinem Studio im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn sind die Werke inzwischen in der ganzen Welt bis hin zur südkoreanischen Ferieninsel Jeju zu sehen.
Der "Basket" ist Teil der Serie "Organische Elektrik" und kann als kleine Skulptur auf Oberflächen gelegt oder im XXL-Format wie eine normale Lampe an der Decke aufgehängt werden. Bei der Herstellung werden die LEDs zuerst auf einer Fläche angeordnet und ihre Beinchen rechtwinklig miteinander verlötet, sodass sie quasi einen Bogen aus Licht und Metall bilden. Diese wird anschließend zu einer kurzen, dicken Röhre zusammengerollt und die Seiten miteinander verbunden. Zum Schluss werden die Enden der Röhre noch einmal hochgebogen und ebenfalls verbunden.
Lichtskulptur Basket (3 Bilder)

Das zugrundeliegende Modell eines vierseitigen Polygonnetzes hat Krugman ausgehend von den LED-Eigenschaften berechnet. Jeweils zwei Beinchen werden zur Spannungsversorgung eingesetzt, während die beiden anderen Beinchen weitere LEDs versorgen. So sind Formen wie Röhren und Donuts möglich, aber keine Kugeln. Falten darf man den LED-Bogen natürlich auch nicht – ohne Isolierung gibt's dann nur einen Kurzschluss.
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(hch)