Video-Bibliothek UltraViolet macht am 31. Juli dicht

Die Filmsammlung UltraViolet funktioniert nur noch bis zum 31. Juli. Nutzer sollten letzte Vorkehrungen treffen, um ihre Bibliothek nicht zu verlieren.

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Blu-Ray, DVD
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UltraViolet ist am Ende: Wie im Januar angekündigt wird der Videodienst am 31. Juli eingestampft. Nutzer haben noch bis Mittwoch Zeit, um Codes einzulösen und ihre Bibliothek zu anderen Diensten umzuziehen. Nach dem 31. Juli wird das nicht mehr möglich sein.

Auf der eigenen Webseite empfiehlt Ultraviolet zwei Dienste, bei denen Filme und Fernsehsendungen in Deutschland "mehrheitlich" zugänglich bleiben: Flixster und Videociety. Verknüpft man die Accounts dieser Dienste mit UltraViolet, werden kompatible Inhalte übertragen.

Ideal ist die Lösung nicht: Erstens spricht UltraViolet nur davon, dass die Dienste "mehrheitlich" verfügbar bleiben, eine Garantie gibt es also nicht. Zweitens steht auch Flixster nicht gut da. Die Betreiber haben bereits angekündigt, den Betrieb ebenfalls noch in diesem Jahr einstellen zu wollen. Videociety scheint damit die bessere Variante zu sein.

UltraViolet ist ein Filmbibliothek-Dienst, über den man als Datenträger gekaufte Videoinhalte auch per Stream schauen kann. Wer eine Blu-ray kauft, kann den Film also auch auf dem Tablet ansehen. Das Herzstück von UltraViolet ist ein zentralisiertes Konten-System, in dem der Zugang zu Inhalten verwaltet wird. UltraViolet bündelte das Angebot mehrerer Anbieter. Die Videos werden in einem einheitlichen DRM-geschützten Dateiformat gespeichert, das als CFF (Common File Format) bezeichnet wird. UltraViolet startete in Deutschland Ende 2013.

Das Aus von UltraViolet hatte das "Digital Entertainment Content Ecosystem" schon Anfang des Jahres angekündigt. Die damalige Begründigung: "In den Jahren seit der Einführung von UltraViolet haben sich Dienstleistungen entwickelt, die erweiterte Optionen für die Sammlung und Verwaltung von Filmen und Fernsehsendungen unabhängig von UltraViolet bieten. Diese und andere Marktfaktoren haben zu der Entscheidung geführt, UltraViolet einzustellen." In erster Linie dürfte damit Movies Anywhere von Disney gemeint sein, dem sich viele Filmstudios angeschlossen haben. In Deutschland ist dieses Angebot aber nicht verfügbar. (dahe)