Samsung: Gewinneinbruch durch schwaches Speicherchipgeschäft
Das zweite Quartal lief fĂĽr Samsung nicht besonders gut: Der operative Gewinn ging um 56 Prozent zurĂĽck.
(Bild: Samsung)
Samsung hat im zweiten Quartal durch Rückgänge im Speicherchipgeschäft deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Wie der südkoreanische Konzern mitteilte, schrumpfte der operative Gewinn im Jahresvergleich um 56 Prozent auf etwa 6,6 Billionen Won, umgerechnet rund 5 Milliarden Euro. Nach Angaben des Unternehmens sei dies vor allem auf die Abwärtsentwicklung im Speichermarktbereich zurückzuführen. In den letzten beiden Jahren hatte Samsung hier hohe Gewinne erzielen können. Die Nachfrage sei mittlerweile jedoch deutlich zurückgegangen. Die schlechten Ergebnisse des Konzerns kommen nicht ganz überraschend: Bereits Anfang Juli hatte Samsung einen Gewinnrückgang für das zweite Quartal angekündigt.
Schwächelndes Speicherchipgeschäft
Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 56,13 Billionen Won um etwa 4,2 Prozent zurückgegangen. 2018 hatte der Umsatz noch bei 58,49 Billionen Won gelegen. Während die Umsätze in den Bereichen Consumer Electronics inklusive Gesundheitsprodukte, IT & Mobile Communications leicht angestiegen sind, schlagen die Einbrüche bei der Speicherchipsparte nun durch: Der Umsatz ging hier von 21,99 Billionen Won auf 16,09 Billionen Won zurück. Die bisher besonders profitabel arbeitende Sparte musste einen Rückgang beim operativen Gewinn von 11,61 Billionen Won auf 3,4 Billionen Won hinnehmen. Samsung begründet dies mit fallenden Preisen bei Halbleitern aufgrund eines Überangebotes, da unter anderem Smartphones, PCs und Server nicht mehr so stark nachgefragt werden. Für das zweite Halbjahr erwartet Samsung jedoch eine höhere Nachfrage bei Speicherchips.
Analysten sehen allerdings insgesamt kein gutes Jahr für den Speicherchipmarkt. So sieht das Marktforschungsinstitut Gartner einen Umsatzrückgang beim gesamten Halbleitermarkt um etwa 9,6 Prozent auf 429 Milliarden US-Dollar. Neben dem Rückgang bei den Verkäufen von Smartphones, PCs und Servern und einen Preisrückgang durch Überangebot spiele auch der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China eine Rolle, der Angebot und Nachfrage negativ beinträchtige. China könnte seine eigene Halbleiterproduktion erhöhen, so die Analysten.
Zulegen konnte dagegen das Displaygeschäft: Hier stieg der Umsatz von 5,67 Billionen Won im Vorjahresvergleich auf 7,62 Billionen Won an. Der Umsatz stieg von 0,14 Billionen Won auf 0,75 Billionen Won. (olb)