IT-Investitionen in Gefahr
Eine weitere Verlangsamung der europäischen Wirtschaft könnte den IT-Sektor im schlimmsten Fall 150 Milliarden US-Dollar kosten.
Eine weitere Verlangsamung der europäischen Wirtschaft könnte den IT-Sektor im schlimmsten Fall 150 Milliarden US-Dollar kosten. Nach einer Studie des US-Marktforschungs-Unternehmens IDC wären davon vor allem IT-Produkte und Dienstleistungen zwischen den Jahren 2001 und 2003 betroffen. Sollten die kommenden Wirtschaftszahlen einen stärkeren Geschäftsrückgang in Westeuropa wahrscheinlich machen, drohe eine Ausweitung der Verlangsamung in der IT-Wirtschaft auch auf Europa.
Ein leichter Rückgang des Wirtschaftswachstums habe jedoch keine spürbaren Auswirkungen auf die IT-Ausgaben, schreiben die IDC-Analysten. Stephen Minton, Manager bei IDC Global Economic Outlook, prophezeit der IT-Industrie Zuwächse: "Software und Dienstleistungen werden dem Markt einen starken Wachstum bescheren." Eine mögliche Verlangsamung des Wachstums würde aber starke Auswirkungen auf die Hardware-Industrie haben. "Historisch gesehen ist der Hardware-Sektor in hohem Grad verletzbar", erklärt Minton weiter.
Derzeit erwartet IDC ein Wachstum der IT-Ausgaben in Westeuropa um elf Prozent. Im schlimmsten Fall könne die Branche jedoch nur um 7,9 Prozent zulegen, schreibt IDC. Weiterhin erwartet die Firma einen Fortgang des rückläufigen IT-Wachstums bis 2002, womöglich aber auch bis ins Jahr 2003. Insbesondere zählten Deutschland und Italien zu den "gefährdeten Märkten", heißt es im aktuellen Bericht. Bereits im Juni hatten die US-Marktforscher eine Studie veröffentlicht, die bei den PC-Verkäufen einen historischen Tiefstand prophezeite. (daa)