ADAC testet europäische Tunnels

Der Tunneltest 2008 zeigt das schlechteste Ergebnis der letzten fünf Jahre. Jeder dritte der 31 vom ADAC getesteten Tunnel fiel durch. Zwei Röhren stuften die Tester als „bedenklich“ ein, sieben als „mangelhaft“

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München, 21. April 2008 – Der diesjährige Tunneltest zeigt das schlechteste Ergebnis der letzten fünf Jahre. Jeder dritte der 31 vom Automobilclub ADAC getesteten Tunnels fiel durch. Zwei Röhren stuften die Tunneltester als „bedenklich“ ein, siebenmal mussten sie sogar ein „mangelhaft“ vergeben.

Testverlierer wurde zum vierten Mal in Folge ein italienischer Tunnel. Der 1983 in Betrieb genommene und 2,4 Kilometer lange Cernobbio am Comer See weist laut ADAC erschreckende Missstände auf: Keine Leitzentrale, fehlende Notrufeinrichtungen, kein automatisches Brandmelde- und Lüftungssystem, nicht gekennzeichnete Fluchtwege und zu wenige Notausgänge sind dafür verantwortlich, dass der norditalienische Tunnel die rote Laterne bekommt.

ADAC testet europäische Tunnels (14 Bilder)

Pont Pla: Das ist der Siegertunnel des ADAC-Tests 2008.

Ganz anders präsentiert sich der „Siegertunnel“ Pont Pla in Andorra la Vella, der 2006 eröffnet wurde und rund 1,3 Kilometer lang ist. Zweitplatzierter im europäischen Vergleich und bester Deutscher ist der Heidkopf-Tunnel bei Friedland auf der A 38 zwischen Göttingen und Halle (Saale). Testverlierer hierzulande ist der Universitätstunnel auf der A 46 in Düsseldorf. Trotz bereits begonnener Modernisierung konnte er noch nicht vollständig überzeugen und wurde erneut nur mit „bedenklich“ bewertet. Bis 2010 sollen jedoch alle Mängel beseitigt sein.