Frei-Parken: Volkswagen präsentiert Park Assist Vision

Volkswagen zeigt auf der Hannover-Messe bis zum 25. April einen Passat, das vollautomatisch einparkt. Der Fahrer steigt vorher aus und kann nach Knopfdruck auf eine Fernbedienung beim Parken zuschauen

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  • mn
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Hannover, 22. April 2008 – Einen Assistenten, der das Auto halbautomatisch in parallel zur Fahrbahn angeordnete Parkplätze lenkt, gibt es von VW bereits, das gemeinsam mit Valeo entwickelte System ist derzeit die beste Einparkhilfe auf dem Markt. Doch nun wagen sich die Wolfsburger noch weiter vor und stellen einen Prototypen vor, der in Parklücken quer zur Straße einparken kann – und zwar vollautomatisch und ohne Fahrer. „Park Assist Vision“ heißt die neue Technik, die nun auf der Hannover-Messe vom 21. bis 25. April 2008 ihre Weltpremiere feiert.

Zunächst wirkt alles ganz normal: Ein Passat Variant naht heran, bleibt stehen, der Fahrer steigt aus, wirft die Tür zu und zielt im Weggehen mit einer Fernbedienung auf den Wagen. Doch dann parkt der Kombi rückwärts wie ferngesteuert ein, stellt selbst den Motor ab und verriegelt sich. Der Park Assist Vision dirigiert den Prototypen passgenau in so genannte Kopfparklücken, wie sie in jedem Parkhaus und vor vielen Supermärkten zu finden sind. Oft zu eng angeordnet, zwingen sie Aus- und Einsteigende dazu, sich schlangenartig zwischen Türen und Autos durchzufädeln. Die Studie Park Assist Vision könnte damit in Zukunft Schluss machen. Sinn macht das natürlich nur, wenn die Nebenfahrzeuge ebenso ein solches System haben, denn sonst sind sie die Gelackmeierten, weil sie nicht mehr in ihr Auto kommen.

Frei-Parken: Volkswagen präsentiert Park Assist Vision (7 Bilder)

Parken ohne Fahrer: Der neue Park Assist Vision von VW könnnte dies in Zukunft ermöglichen.

Nachdem Volkswagen den halbautomatischen Parklenkassistenten „Park Assist“ für parallel zur Straße angeordnete Parklücken in den Modellen Touran, Tiguan und Passat bereits eingeführt hat, ist das vollautomatische Einparken der nächste logische Schritt. Der Fahrer wählt lediglich die angebotene Parklücke auf dem Monitor des Navigationssystems, stellt den Wählhebel der Automatik mit Direktschaltgetriebe (DSG) auf „P“ und steigt aus. Alternativ kann der Fahrer natürlich auch an Bord bleiben. Das eigentliche Einparken übernimmt das Auto dann vollautomatisch, während der Fahrer mit Fernbedienung in der Hand danebensteht und den Vorgang nur noch überwacht.