SK Hynix: Der zweitgrößte Speicherhersteller bietet wieder Retail-SSDs an
Nach einer mehrjährigen Pause wagt der Speicherhersteller SK Hynix im SSD-Endkundenmarkt einen erneuten Angriff auf Crucial, Samsung und Co.
(Bild: SK Hynix)
Der weltweit zweitgrößte Speicherhersteller, SK Hynix, bringt zum ersten Mal seit 2016 neue SSDs in den Retail-Handel. Die Datenträger der Gold-S31-Serie sind mit Größen von 250, 500 und 1000 GByte in den USA verfügbar. In Europa möchte SK Hynix seine SSDs ab 2020 anbieten.
Die SSDs im 2,5-Zoll-Gehäuse reizen mit sequenziellen Übertragungsraten von 560 MByte/s lesend und 525 MByte/s schreibend die SATA-6G-Schnittstelle nahezu aus. Nächstes Jahr sollen auch die ersten Modelle mit PCI-Express-Anbindung erscheinen, wie es in der Pressemitteilung heißt.
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SK Hynix folgt dem Beispieler anderer OEMs
Samsung und Micron, die beiden größten beziehungsweise drittgrößten Speicherhersteller weltweit, bieten seit Jahren eigene Endkunden-SSDs an – und das sehr erfolgreich. Samsung vertreibt seine SATA-6G-Modelle innerhalb der 800er-Reihe und die schnellen PCIe-Ausführungen als 900er-Modelle, darunter die SSD 970 Evo Plus. Micron vertreibt unter der Tochterfirma Crucial zum Beispiel die MX500.
Auch kleinere Hersteller wie Toshiba setzen auf Partnerschaften, um ihren Flash-Speicher zu verkaufen – in diesem Fall mit Western Digital.
SK Hynix verkauft seine NAND-Flash-Chips primär an Drittfirmen, die damit SSDs entwerfen. Daneben konzentrieren sich die Südkoreaner bisher auf den Enterprise- und OEM-Markt. Einen halbherzigen Versuch, im Retail-Handel Fuß zu fassen, unternahm SK Hynix zuletzt 2016 mit der Canvas-Serie, die immer noch verfügbar ist.
Verwendete Komponenten unbekannt
SK Hynix setzt bei den Gold-S31-SSDs erneut NAND-Flash und Speicher-Controller aus der eigenen Entwicklung ein, verrät aber noch keine Details.
Die Preise in Höhe von 50, 80 und 125 US-Dollar für 250, 500 respektive 1000 GByte sind derweil mit den Oberklasse-SATA-6G-SSDs anderer großer Hersteller vergleichbar.
[Update, 19.8.:] Wir haben Toshibas Speichersparte fälschlicherweise eine Western-Digital-Tochter genannt. Tatsächlich führen die beiden Unternehmen ein Joint Venture. (mma)