Innenansichten vom Mercedes SLS AMG
Wir stehen vor dem Mercedes SLS AMG, dem ersten Fahrzeug, was AMG, die Performance-Marke von Mercedes, selbst entwickelt hat. Wir steigen ein, um den ungetarnten Innenraum zu begutachten
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New York (USA), 14. April 2009 – Es ist eine ungewöhnliche Präsentation: Der Supersportler von AMG steht im Tarnkleid da, fotografieren dürfen wir ihn trotzdem nicht, dafür aber den Innenraum in aller Ruhe begutachten. Trotz des Tarnkleids fällt zunächst einmal die extrem lange Motorhaube auf. An deren Ende hängt die Fahrerkabine. Diese endet wiederum in einem rundlichen Heckstummel, der noch am ehesten an das große Vorbild, den Mercedes 300 SL erinnert. Es ist das erste Fahrzeug, das AMG, die Performance-Marke von Mercedes, selbst entwickelt hat.
Ab durch den Flügel
Die Flügeltüren schwenken sanft nach oben, öffnen bis zu einem Winkel von 70 Grad. Diese Form des Fahrzeug-Zugangs ist selten, momentan wird beispielsweise der Apollo von Gumpert mit Flügeltüren ausgerüstet. Auch der aus „Zurück in die Zukunft“ bekannte DeLorean DMC-12 klappte mit Flügeltüren und der Melkus RS 1000 sowie dessen Nachfolger RS 2000 ebenso. Nicht zu verwechseln ist dieses Türkonzept übrigens mit den am Kotflügel angeschlagenen Scherentüren eines Lamborghini Murciélago.
Innenansichten vom Mercedes SLS AMG (9 Bilder)

Die Haut des Mercedes SLS AMG (im Bild: Zeichnung) wird erst auf der IAA 2009 vollständig zu sehen sein.
Sportlich behaglich
Beim Einstieg ist eine breite Schwelle zu übersteigen, wie man sie beispielsweise von Lotus-Modellen kennt. Das Gestühl ist bequem, feste Polster sorgen für Seitenhalt, während dazwischen eine weichere Federung für Sitzkomfort zuständig ist. Mit einem Griff nach oben ziehe ich die Flügeltür zu. Ablagefächer enthält die Innenverkleidung nicht, schließlich würde deren Inhalt beim Aufschwingen herausfallen. Tür und Dachverkleidung sind im geschlossenen Zustand um die Passagiere herumgeformt, umschließen sie regelrecht. Von außen sieht es aus, als ob der Fahrer kaum unter der Dachkante hindurchgucken könnte, doch tatsächlich sind Kopffreiheit und Übersicht nach vorne ok.