Telekom: Breitband-Internet in über 30 Millionen Haushalte

Die Deutsche Telekom lobt sich dafür, massiv in der Glasfaserausbau investiert zu haben.

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Telekom: Breitband-Internet in über 30 Millionen Haushalte

Leitungen sollten nicht nur unterirdisch verlegt werden, meint die Deutsche Telekom.

(Bild: telekom.com)

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  • dpa

Die Deutsche Telekom hat eine positive Bilanz ihrer Breitbandstrategie gezogen. "Wir können in den kommenden Tagen 30 Millionen Telekom-Anschlüsse für das Highspeed-Zeitalter öffnen", sagte der Deutschland-Chef der Telekom, Dirk Wössner, am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. In diesen Haushalten könne die Telekom Spitzenbandbreiten von 50 bis 250 MBit/s anbieten. Davon seien 1,1 Millionen Haushalte mit Glasfaserkabel bis ins Haus an das Netz angeschlossen.

Möglich geworden sei der Fortschritt nur durch eine massive Investition in den Glasfaserausbau. "Es wird zwar immer noch viel von der alten Kupferleitung gesprochen, aber de facto investieren wir im Wesentlichen in den Ausbau von Glasfaser." Damit bezieht sich auf die häufig kritisierte Tatsache, dass die Mehrzahl der Telekomanschlüsse auf der "letzten Meile" vom Schaltkasten am Straßenrand bis zur Wohnung noch die vorhandenen Telefonkabel nutzen. Die Übertragung auf den Kupferkabeln wird mit Vectoring und Supervectoring optimiert. Der Verteilerkasten am Straßenrand ist in der Regel mit Glasfaser ans Netz angeschlossen.

Hätte man das Geld allein in einen direkten Glasfaser-Anschluss der Haushalte (FTTH) gesteckt, hätte man nur 10 bis 20 Prozent der 30 Millionen Haushalte mit Breitband versorgen können, betonte Wössner. Mit Supervectoring, das die Telekom vor einem Jahr gestartet habe, seien Bandbreiten von bis zu 250 MBit/s zu erreichen. "Aktuell können wir diese an rund 23 Millionen Haushalten realisieren." Ende dieses Jahres sollen es 27 Millionen bis 28 Millionen Haushalte sein.

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Wössner räumte ein, dass es sich beim Supervectoring um eine Brückentechnik handele. "Dort, wo wir neu bauen, verlegen wir Glasfaser bis in die Wohnung oder ans Gebäude." Um den Ausbau der Glasfaser-Verbindungen voranzutreiben, müssten sich allerdings Rahmenbedingungen ändern. So sollten die Leitungen nicht zwangsweise im klassischen Tiefbau verlegt werden, der sehr teuer sei, sondern auch oberirdisch. Im klassischen Tiefbau seien im bundesweiten Durchschnitt Kosten von rund 70.000 Euro pro Kilometer Glasfaser die Regel.

"Wir könnten vorhandene Masten nutzen. Also Masten, die bereits stehen, aufrüsten und ertüchtigen. Andere Länder machen dies konsequent", sagte Wössner. Wenn man die Kabel unterirdisch verlege, könnten auch preiswertere Verfahren zum Einsatz kommen, wie das sogenannte Trenching. Dabei werden schmale Gräben oder Schlitze in den Boden oder Asphalt gefräst, die längst nicht so tief sind wie der klassische Tiefbau für Strom- oder Abwasserleitungen. Verbesserungsbedarf sieht Wössner auch bei der Vernetzung der Wohnungen. Mit modernen Mesh-Netzwerken könne die hohe Bandbreite in jedem Winkel der Wohnung ankommen.

Siehe dazu auch die Bilanz der Telekom-Konkurrenz:

  • Die "Vectoring-Lücke" ist überwunden

(anw)