Die Motorenchefs: International Engine of the Year 2008

Seit 1999 hat sich der „International Engine Award“ zu einem Wettbewerb entwickelt, dessen Ergebnisse die Automobilhersteller stolz vermelden, wenn sie vorne dabei sind – die meisten Titel sammelt wieder einmal BMW

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Dorking (UK) 8. Mai 2008 – Seit 1999 hat sich der „International Engine Award“ zu einem Wettbewerb entwickelt, dessen Ergebnisse die Automobilhersteller stolz vermelden, wenn sie vorne dabei sind. Besonders erfolgreich war in den vergangenen Jahren BMW: Nicht ein einziges Mal fehlten die Bayern in der Liste der Gewinner, ihr „schwächstes“ Ergebnis fuhren sie 2000 mit zwei Titeln ein, sieben Mal lagen sie 2007 vorne – bei 12 Kategorien.

Der Wettbewerb wurde von der britischen Motorenzeitschrift „Engine Technology International“ initiiert, die dieses Jahr 65 Motorjournalisten aus aller Welt einlud, um die besten Motoren zu ermitteln. Sie wählten in acht Hubraumkategorien von „unter 1 Liter“ bis „über 4 Liter“ und in den vier Kategorien „Green Engine of the Year“, „Best Performance Engine“, „Best New Engine“ und als Krönung die „International Engine of the Year 2008“.

Die Motorenchefs: International Engine of the Year 2008 (37 Bilder)

Die Oscars der Motorenbauer: International Engine of the Year 2008

Die Bayerischen Motorenwerke tragen ihren Namen offenbar zu Recht: Dieses Jahr stellt BMW in sechs der Kategorien den Sieger. Dazu gehört auch der wichtigste Titel – der „International Engine of the Year 2008“. Diesen Hauptpreis der Veranstaltung erhält BMW zum zweiten Mal in Folge für den 3,0-Liter-Twin-Turbo.

Bayrische Motorenkraftwerke
Die bayrischen Motorenwerke sind auch dieses Jahr ihrem Namen gerecht geworden und haben sechs der zwölf Kategorien für sich entschieden, darunter den Preis für den besten Motor aller Hubraumklassen. Der Kommentar des indischen Journalisten Hormazd Sorabjee zum 3,0-Liter-Twinturbomotor: „Er hat einfach etwas Magisches an sich – einen seidenweichen Motorlauf, gegen den Samt wie Sandpapier wirkt“. Auch der Preis für den besten neuen Motor ging an BMW, den 2,0-Liter-Dieselmotor. Ausgerechnet der Amerikaner Marc Noordeloos sagte dazu: „Mehr als 100 PS pro Liter aus einem Dieselmotor? Vergesst die Benziner in eurem 1er oder 3er – nehmt dieses Kraftwerk“. Der neue Boxer-Diesel von Subaru kam in dieser Kategorie übrigens auf Platz 3, Volkswagens kleiner TSI ohne Kompressor musste sich mit Platz 6 begnügen.

Volkswagens Dauerbrenner
Die Wolfsburger werden es leicht verschmerzen, denn in der Hubraumkategorie bis 1,4 Liter landete er auf Platz 2 hinter dem älteren Bruder in Twincharger-Ausführung, also mit Kompressor und Turbolader. Dieses Musterbeispiel für gelungenes Downsizing gewann in seiner Kategorie zum dritten Mal hintereinander – warum, formuliert wiederum Marc Noordeloos: „Downsizing-Motoren gehört die Zukunft und VW liegt in diesem Spiel vorne“. Auch in der Kategorie von 1,8 bis 2,0 Liter war der Volkswagen-Konzern erfolgreich, diesmal mit dem 2,0-Liter-T-FSI, der in allen Marken des Unternehmens in verschiedenen Leistungsstufen anzutreffen ist. Auch er gewann zum dritten Mal in Folge, dieses Jahr allerdings dicht gefolgt von Subarus Boxer-Diesel und BMWs neuem 2,0-Liter-Dieselmotor.