Studie: Web-Shopping in Asien boomt
Nach einer neuen Studie der Boston Consulting Group erfeut sich der Internet-Einkauf in Asien und den pazifischen Ländern steigender Beliebtheit.
Konsumenten in Asien und dem pazifischen Raum haben im vergangenen Jahr beim Online-Einkauf das Doppelte des Vorjahreswertes ausgegeben. Die Einkäufe erreichten einen Gesamtbetrag von 6,8 Milliarden US-Dollar. Mit diesen Angaben zitiert das Wall Street Journal heute eine neue Studie des Beratungsunternehmen Boston Consulting Group (BCG). Die Zunahme ist danach vor allem der gestiegenen Zahl von Internetanschlüssen zuzurechnen. Die wichtigsten Märkte sind Japan, Korea und Australien, sie tragen 88 Prozent zum gesamten Online-Shopping in der Region bei. Die Studie basiert auf einer Analyse der 30 größten Web-Shops in 13 Ländern und der Auswertung von Angaben lokaler Regierungen und E-Commerce-Experten.
Nach Angaben des Consulting-Unternehmens sind die wichtigsten Geschäftssfelder Aktien, Reisen sowie Computerhard- und software. BCG prognostiziert ein weiteres Wachstum bei den Online-Anschlüssen, deren Zahl von heute 98 Millionen auf 245 Millionen im Jahr 2004 steigen soll. Die Autoren der Studie haben einen Trend weg von reinen dot.com-Firmen ausgemacht. Rund 80 Prozent des Geschäftes machen traditionellen Firmen, die zusätzlich einen Web-Shop eröffnet haben. BCG zufolge erreichen hauptsächlich Unternehmen aus der Region ihre Kunden über das Internet, lediglich 16 Prozent gehen an global agierende Firmen wie Amazon.com, Ebay.com oder Dell Computer.
Trotz der Zuwächse sehen die Firmen ihre Online-Aktivitäten ambivalent. Obwohl 82 Prozent der Geschäftsleitungen von 103 befragten Unternehmen die Entwicklung neuer Web-Angebote unterstützen, erwarten zwei Drittel erst langfristig eine Rückfluss der Investitionen. (thd)