Wettbewerb der TK-Anbieter funktioniert noch nicht

Der Position der Konkurrenten der Deutschen Telekom ist nach Ansicht des Wissenschaftlichen Arbeitskreises für Regulierungsfragen schwächer geworden.

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  • dpa

Auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt besteht nach Ansicht des Wissenschaftlichen Arbeitskreises für Regulierungsfragen (WAR) noch kein ausreichender Wettbewerb. "Wir erkennen an, dass der Wettbewerb in Teilmärkten zwar erheblich zugenommen hat, sehen aber derzeit keinen Anlass für eine Novellierung des Telekommunikationsgesetzes", sagte der Vorsitzendes des Gremiums, Arnold Picot, heute in Bonn. Der Arbeitskreis berät die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post in Grundsatzfragen.

Damit widersprach der WAR dem Ergebnis einer Berliner Studie zur Lage des Wettbewerbs in der Branche. Anfang März dieses Jahres hatten mehrere Professoren festgestellt, dass der Wettbewerb in der Telekommunikation drei Jahre nach Marktöffnung inzwischen weitgehend selbsttragend sei und die Regulierung der Deutschen Telekom herunter gefahren werden könnte. Das hatte auch der Bonner Ex-Monopolist mehrfach gefordert.

Auch wenn der Wettbewerb inzwischen bemerkenswerte Fortschritte gemacht habe, sei eine nachlassende Dynamik festzustellen. Die Position der Wettbewerber im Markt schwäche sich ab, sagte Karl-Heinz Neumann, Mitglied des Arbeitskreises. Bis auf weiteres sollte deshalb die bisherige Regulierung fortgesetzt werden. Auch die Monopolkommission hatte sich dafür immer wieder stark gemacht. (dpa) / (em)