"Virtual Fires": Im Rechner brennt es lichterloh
Computersimulationen sollen Experimente ersetzen und Einblicke in die Zukunft gewähren können.
Computersimulationen sollen Experimente ersetzen und Einblicke in die Zukunft gewähren können: Im Rahmen des EU-Projektes "Virtual Fires" stecken Forscher nun auch Tunnel in Brand, rein virtuell versteht sich. In den Christian-Doppler-Laboratorien an der Österreicher Montanuniversität werden ab Oktober Tunnelbrände und ihre Entwicklung simuliert.
Das Projekt "Virtual Fires" wird von der EU mit insgesamt 2 Millionen Euro unterstützt. 335.000 Euro gehen dabei an die Österreicher, die Computermodelle von Tunnelbränden entwickeln. Ziel ist ein Simulator, der Vorhersagen über die Entwicklung von Bränden ermöglicht. Auch für die Überprüfung von Sicherheitsvorkehrungen und zur Schulung der Rettungskräfte könnte die Computersimulation herangezogen werden. Ebenfalls am Projekt "Virtual Fires" beteiligt ist deshalb die Berufsfeuerwehr Dortmund.
Die Schwierigkeit jeder Simulation besteht darin, dass eine unüberschaubare Anzahl von Faktoren berücksichtigt und in ein mathematisches Modell einbezogen werden muss. Die Rechenleistung zur Durchführung einer Simulation ist nach Einschätzung von Wilhelm Brandstätter, dem Leiter der Christian-Doppler-Laboratorien, heutzutage das nachgeordnete Problem. (chk)