Apotheken bieten Arznei-Vorbestellung per Internet
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) bietet künftig einen bundesweiten Online-Vorbestellservice für Medikamente an.
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) bietet künftig einen bundesweiten Online-Vorbestellservice für Medikamente an. Über das Internet-Portal der Apotheken, www.aponet.de, können Kunden kostenlos die nächstgelegene Apotheke finden und Medikamente vorbestellen.
Der Vorbestell-Service des Portals, das Anfang des Monats seinen Betrieb aufgenommen hat, läuft bereits im Testbetrieb – zur Zeit sind etwa 800 Apotheken an dem System beteiligt. Die Betreiber sind optimistisch, dass sich bis Ende des Jahres die Hälfte aller deutschen Apotheken an dem Vorbestell-Service beteiligen. Bereits seit einigen Monaten offerieren einige Apotheker-Landesverbände – wie etwa Nordrhein-Westfalen – einen ähnlichen Service. Die Site bietet außerdem Arzneimittel-Informationen und einen Apotheken-Suchdienst.
Mit dem Ende Mai angekündigten Portal wollen die Apotheker "die Debatte um das Internet aktiv besetzen", meint ABDA-Präsident Hans-Günter Friese. Der Bundesverband der Apothekerverbände wendet sich entscheiden gegen die Legalisierung des in Deutschland derzeit noch verbotenen Versandhandels mit apothekenpflichtigen Medikamenten. Am vergangenen Freitag hatte das Landgericht Frankfurt eine Klage des Apothekerverbandes gegen die Internet-Apotheke DocMorris an den europäischen Gerichtshof weitergeleitet. Ungeachtet der laufenden juristischen Auseinandersetzungen hat das Bundesgesundheitsministerium bereits mehrfach klar gemacht, dass der Internet-Handel mit apothekenpflichtigen Medikamenten auch in Deutschland eingeführt werden soll. (wst)