Tesion kassiert nachträglich für Datenverbindungen im Ortsnetz

Der lokale Telekommunikationsanbieter berechnet im Nachhinein und ohne Vorankündigung Gebühren für innerörtliche Internetverbindungen, die bislang kostenlos waren.

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Der lokale Telekommunikationsanbieter Tesion bietet in Baden-Württemberg ein Angebot namens Phone & Surf an, dass bei einer monatlichen Grundgebühr ab 64 Mark unter anderem kostenlose Gespräche im Ortsnetz anbietet. Bis Ende Juli waren auch Datenverbindungen im Ortsnetz kostenlos: Kunden, die sich etwa an der heimischen Uni oder bei einem Provider mit innerörtlicher offener Einwahlnummer einwählten, zahlten nichts. Doch seit August kassiert Tesion nun 2,9 Pfennig pro Surfminute im Ortsnetz, was das Unternehmen seinen Kunden jedoch erst im September mitteilte. Folge: Viele bekamen ohne jegliche Vorwarnung eine dicke Rechnung.

Tesion verteidigte gegenüber heise online sein kundenunfreundliches Vorgehen: Es stehe schon lange in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, dass Tesion für innerörtliche Datenverbindungen Geld kassieren könne. Eine Änderungskündigung sei deshalb nicht notwendig. Diese AGBs haben die Kunden laut Tesion zwar nicht erhalten, sie sind aber im Amtsblatt veröffentlicht und liegen in den Geschäftsstellen aus, dass reiche nach der aktuellen Rechtslage aus. (axv)