EU-Forschungsprojekt soll Europas Verwaltungen vernetzen
Ein mit über drei Millionen Euro von der EU gefördertes Forschungsprojekt mit dem Namen InfoCitizen soll die Verwaltungen der europäischen Staaten vernetzen.
Ein mit über drei Millionen Euro von der EU gefördertes Forschungsprojekt mit dem Namen InfoCitizen soll die Verwaltungen der europäischen Staaten vernetzen und so die bürokratischen Hindernisse für die Bürger im Umgang mit den Behörden drastisch reduzieren. Nach Angaben der Universität des Saarlandes sind daran mehrere Universitäten, Software-Unternehmen und Kommunal- Verwaltungen aus fünf europäischen Ländern beteiligt. Die Federführung des auf zwei Jahre angelegten Vorhabens habe das Institut für Wirtschaftsinformatik der Saar-Uni unter Leitung von Professor August-Wilhelm Scheer.
Ziel sei die Entwicklung einer Software, die die Datennetze aller europäischer Verwaltungen verbindet, und zwar nicht nur länderübergreifend sondern auch national gesehen von der Kommune über das Land bis zum Bund. Mit dieser Software könne dann beispielsweise bei einem Umzug innerhalb Europas jeder Behördenweg und jedes Formular entfallen. Die Lösung solle "eine sichere und zuverlässige Interaktion der Behörden" gewährleisten. "Auf diese Weise soll es möglich werden, die bis dato örtlich verteilten Verwaltungsprozesse, die die Mobilität der EU-Bürger mit sich bringt, informationstechnisch zu verbinden", hieß es bei der Saar-Uni. Unterstützt werde die Koordination und Organisation des europäischen Projekts durch die Firma EURICE (European Research and Project Office GmbH), eine Unternehmens-Auslagerung der Saar-Universität. (jk)