J.D. Power: US-Qualitäts-Studie 2008 veröffentlicht

Wie glücklich sind die US-Kunden mit ihren Autos? Die Qualitätsstudie der Marktforscher J.D. Power erfasst traditionell die subjektiven Eindrücke von Neuwagenkunden. Die 2008er-Ausgabe ist jetzt erschienen

vorlesen Druckansicht
630 x 420 21783_1212659618312.jpg
Lesezeit: 4 Min.
Von
  • sg
Inhaltsverzeichnis

Westlake Village (USA), 5. Juni 2008 – Initial Quality Study, oder kurz IQS: So nennt das amerikanische Marktforschungsunternehmen J.D. Power and Associates seine alljährliche Auto-Zufriedenheitsstudie. Wie der Name verrät, geht es den Experten dabei weniger um die langfristige Zuverlässigkeit eines Wagens, die etwa in den Pannenstatistiken diverser Automobilclubs ermittelt wird. Vielmehr interessieren J.D. Power die subjektiven Eindrücke der Neuwagenkunden, sprich: Wie glücklich und zufrieden sind die Besitzer mit ihren Fahrzeugen?

Zu diesem Zweck wurden auch im aktuellen Modelljahr über 81.000 amerikanische Konsumenten nach ihren Eindrücken gefragt. Die Marktforscher interessieren sich einerseits für Defekte und Totalausfälle, die innerhalb der ersten 90 Tage nach Neuwagenkauf auftreten. Andererseits möchten sie von den Kunden erfahren, wie es allgemein um die Ergonomie bestellt ist oder ob es Probleme bei der Bedienbarkeit von Standardfunktionen gibt (beispielsweise Scheibenwischer, Klimaanlage, Navi). Insgesamt werden 228 Kriterien abgefragt. Aus den Antworten errechnet J.D. Power Ergebnisse für die zahlreichen Unterkategorien, und die wiederum fließen in die Gesamtnote für „Initial Quality“ – frei übersetzt: Neuwagenqualität – ein.

J.D. Power: US-Qualitäts-Studie 2008 veröffentlicht (10 Bilder)

Platz eins bei den "mittelgroßen Premiumautos": Die Mercedes E-Klasse

Traditionell tummeln sich in der Bestenliste zig Modelle, die Europäer dort nicht vermuten würden oder die in der alten Welt weniger bekannt sind. So holt etwa der Chrysler PT Cruiser den zweiten Platz in der Kategorie „Small Multi Activity Vehicle“ (kleine Mehrzweckfahrzeuge). Damit steht er kurioserweise in einer Gruppe mit dem Honda SUV CR-V. Ebenfalls Routine ist die Dominanz der asiatischen Hersteller im Bereich der Klein- und Kompaktwagen. Hier triumphiert wieder einmal Honda und heimst mit dem Fit (heißt bei uns Jazz) und dem Civic die Krone in beiden Kategorien ein. Deutsche Fahrzeuge finden sich erst ab der Kategorie „Midsize Premium“ in den Bestenlisten. Hier teilt sich die Mercedes E-Klasse den Klassensieg mit dem Infiniti M-Modell. Hinter dem Stuttgarter platziert sich der Audi A6. Auch der Ingolstädter teilt sich seine Position, in diesem Fall mit dem Lexus ES. Bei den großen Premiumautos („Large Premium“) kommt die S-Klasse von Mercedes auf den zweiten Platz – hinter dem Lexus LS.