Telekom plant Tests fĂĽr schnellen Internetzugang im Glasfasernetz

Die Telekom plant Pilotversuche, um auch Kunden über das Glasfasernetz OPAL, das kein DSL ermöglicht, schnellen Internet-Zugang bieten zu können.

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Die Deutsche Telekom will im kommenden Jahr in Pilotversuchen neue Übertragungstechniken zum Breitband-Internetzugang über das Glasfasernetz OPAL (OPtische AnschlussLeitung) testen. Einer Meldung der Leipziger Volkszeitung zufolge sollen in den Ortsnetzen von Dresden, Chemnitz, Gera und Hoyerswerda ab Februar neue Netzelemente in den Vermittlungsstellen und bei den Kunden zum Einsatz kommen. Beispielsweise will die Telekom zusammen mit Siemens in Chemnitz 100 Wohnungen mit der neuen Technik ausstatten, wobei zusätzliche Glasfaserleitungen verlegt werden, um bei einer auftretenden Störung schnell umschalten zu können.

Die Telekom hofft, bei Erfolg der neuen Glasfaser-Übertragungstechnik einen T-DSL in Leistung und Preis vergleichbaren Internetzugang anbieten zu können. Die Breitbandtechnik DSL (Digital Subscriber Line) funktioniert nur in Kupferkabel-Netzen und lässt sich nicht auf die Glasfasertechnik übertragen. Gerade die setzte die Telekom 1990 aber in Ostdeutschland bei der Modernisierung des dortigen Telefonnetzes ein, da die Übertragung per Licht im Prinzip hohe Bandbreiten erlaubt und unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen ist.

Nach Angaben von Telekom-Sprecher Walter Genz gibt es derzeit eine Million Glasfaseranschlüsse im Osten und 800.000 im Westen Deuschlands. Genz bestätigte zwar die Pläne der Telekom, Hoffnungen auf schnelles Internet per Lichtwellen-Kabel machte er jedoch nicht: Die im Artikel der Leipziger Volkszeitung genannten Termine seien noch vorläufig. Weitere Entscheidungen hingen vom Ausgang der Pilotversuche und nicht zuletzt der Finanzierbarkeit eines Breitband-Internetangebots per Glasfaser ab. Detaillierte Angaben zu den Pilotversuchen, etwa um welche Techniken für die Endkundenanbindung über Glasfaser es sich handelt, machte die Telekom bislang nicht. Eilige Kunden verwies Genz auf den kommenden Internet-Zugang über Satellit, den die Telekom nach der CeBIT 2002 anbieten wolle. Auch andere Unternehmen bereiten Satelliten-Angebote vor. (rop)