Ford testet neuen Focus RS auf dem Nürburgring

Mehr als 280 PS und rund 400 Newtonmeter wird der Neuling bekommen – aber definitiv keinen Allradantrieb. Derzeit bringen die Ford-Ingenieure auf dem Nürburgring dem Kraftmeier serientaugliche Manieren bei

vorlesen Druckansicht 6 Kommentare lesen
630 x 420 21849_1213342597023.jpg
Lesezeit: 3 Min.
Von
  • sg
Inhaltsverzeichnis

Köln, 13. Juni 2008 – Wer ein kompaktes Auto mit Kraft im Überfluss sucht, kommt kaum daran vorbei, dem Ford-Händler einen Besuch abzustatten: Seit den Tagen des mit Rallyestreifen verzierten Escort RS 2000 von 1973 hatten die Kölner fast immer ein passendes Vehikel im Programm. Und bald ist es wieder so weit: Der heiß ersehnte Nachfolger des Ford Focus RS dreht momentan Testrunden zur finalen Abstimmung auf dem Nürburgring. Soviel steht bereits fest: Der Kölner wird mit mindestens 280 PS und rund 400 Newtonmeter Drehmoment daherkommen – aber definitiv ohne Allradantrieb. Damit wäre der neue Über-Ford einer der stärksten serienmäßigen Fronttriebler überhaupt.

Soviel Power an der Vorderachse: Kann das gut gehen? Die Ford-Ingenieure sagen: Ja. Um die Kraft auch beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven auf den Boden zu bringen, trägt der neue RS – genau wie sein Vorgänger – ein serienmäßiges Sperrdifferenzial an der Vorderachse. Zusätzlich wollen die Kölner eine weiterentwickelte Version des Focus-ST-Sportfahrwerks einbauen. In puncto Einlenkverhalten, Traktion und Handling habe die neue Aufhängung schon jetzt die Erwartungen der Ingenieure übertroffen, freut sich der Hersteller.

Ford testet neuen Focus RS auf dem Nürburgring (9 Bilder)

Die Vorserienmodelle des Focus RS sind noch leicht getarnt unterwegs.

Ebenfalls schon bekannt ist der Motor: Den RS wird eine verschärfte Version des Fünfzylinder-Turbo auf Touren bringen. Im Focus ST leistet dieses Aggregat 225 PS. Derzeit testet das Team um Jost Capito den Neuen auf der Nordschleife. Capito ist der Entwicklungschef der Abteilung "Ford Performance Vehicles", die bereits für die Entwicklung des Fiesta und Focus ST verantwortlich zeichnete. Die Kölner äußern sich bisher nicht exakt zum Thema Leistung. Das lässt vermuten, dass auf der Nordschleife Fahrzeuge mit unterschiedlicher Motorleistung zum Einsatz kommen, um so festzustellen, mit wie viel Power der neue RS im Alltag problemlos klarkommt.