Renesas-Chip wacht über Spurtreue und Tempo

Für ihren neuen Car-Navigationsprozessor SH-Navi2V paart Renesas einen SH-4A-Kern von Hitachi mit einem eigens entwickelten Parallelprozessor für die Bildverarbeitung. Navigation und Assistenzsysteme wachsen so zusammen.

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  • Gernot Goppelt
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Für ihren neuen Car-Navigationsprozessor SH-Navi2V paart Renesas einen SH-4A-Kern von Hitachi mit einem eigens entwickelten Parallelprozessor für die Bildverarbeitung. Mit Navigation meinen die Japaner hier nicht etwa die GPS-Peilung, sondern einen von am Auto angebrachten Videokameras gefütterten Chip, der Fahrbahnmarkierung und Verkehrsschilder erkennen soll und den Fahrer bei Unachtsamkeiten warnt.

Die Produktidee
Die Entwicklung des SH-Navi2V geht zurück auf die Annahme, dass das Navigationsdisplay immer mehr zusätzliche Funktionen mit übernehmen wird, so zum Beispiel die Echtzeit-Darstellung von Mobilfunk-Funktionen, DAB-Radio oder Infotainment.

Renesas-Chip wacht über Spurtreue und Tempo (3 Bilder)

Für die Spurerkennung ist eine schnelle Bilderkennung und -verarbeitung notwendig (Quelle: Hella)

Noch wichtiger aber ist laut Renesas das Bemühen der Automobilindustrie um die Einführung von Fahrerassistenzsystemen wie Abstandswarner und Spurassistent – Funktionen, für die eine Bilderkennung und -verarbeitung notwendig ist. So wird das „Informationsterminal“ der Zukunft nicht nur für Navigation oder Infotainment eingesetzt, sondern auch für die Darstellung von Sicherheitsfunktionen.

Die Anforderungen an das System-on-Chip (SoC) werden also immer komplexer, moderne SoCs müssen schnell rechnen, eine schnelle Grafikverarbeitung beherrschen und über verschiedenste Schnittstellen unterschiedliche Funktionen zusammenführen können.

Erster SoC mit kombinierter Bilderkennung
Auf dem „Microprocessor-Forum“, das vom 21. bis 23. Mai in San Jose, Kalifornien, stattfand, erläuterte Renesas-Referent Toru Baji, wie der SH-Navi2V helfen kann, über die Spurtreue des Fahrers zu wachen und auf Tempolimits aufmerksam zu machen.