T-Online noch nicht aus den roten Zahlen heraus

Die Telekom-Tochter macht mehr Umsatz, hat mehr Kunden, steckt aber immer noch in der Verlustzone.

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T-Online-Chef Thomas Holtrop ist nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis seines Konzerns. Im abgelaufenen Quartal machte sein Unternehmen zwar mehr Umsatz und weniger Verlust, hat inzwischen 10 Millionen Kunden, kam aber noch nicht aus der Verlustzone heraus. "Alle Indikatoren zeigen, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Langfristiges Ziel von T-Online ist und bleibt jedoch Profitabilität bei anhaltendem Wachstum, nicht Profitabilität auf Kosten des Wachstums", sagte Holtrop zu den am heutigen Donnerstag vorgelegten geprüften Zahlen. Damit hat die Strategie mit Content aus den roten Zahlen" bislang noch nicht so recht gefruchtet.

Wenigstens machte Europas größter Internet-Dienst erst einmal weniger Verlust: Im dritten Quartal 2001 fällt das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen mit minus 34,8 Millionen Euro niedriger aus als im zweiten Quartal, als 56,9 Millionen Miese gebucht wurden. In Deutschland, dem Kernland der Internet-Tochter der Telekom, konnte T-Online sogar erstmals schwarze Zahlen schreiben.

Der Umsatz liegt Ende September mit 809 Millionen Euro um 49 Prozent über dem Vorjahreswert. Die bisherigen Verluste des Jahres 2001 betragen rund 158 Millionen Euro. Damit machte die Telekom-Tochter in den ersten neun Monaten bereits größere Verluste als im gesamten letzten Jahr, in dem T-Online 125 Millionen Euro verlor.

Ende September 2001 hatte T-Online 9,8 Millionen Kunden, rund 2,8 Millionen mehr als September 2000. Allein im dritten Quartal 2001 ist die Zahl der T-DSL-Flatrate-Kunden in Deutschland von 335.000 zum Ende des ersten Halbjahres 2001 um rund 73 Prozent auf 578.000 angestiegen. Im Access-Geschäft konnte der Umsatz von 468,2 Millionen Euro auf 684,6 Millionen Euro gesteigert werden; das entspricht einer Steigerung um 46 Prozent. Ursache für diese Entwicklung sei das starke Kundenwachstum und die stärkere Nutzung in allen Tarifen. Die Umsätze aus E-Commerce und Werbung stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf 40,3 Millionen Euro. (anw)