Google gibt .new-Domains zur Registrierung frei

Google nutzte .new-Domains bislang für seine eigenen Dienste. Bald dürfen auch andere die Top-Level-Domain registrieren – doch nicht alles ist erlaubt.

vorlesen Druckansicht 37 Kommentare lesen
Google öffnet .new-Domain für alle
Lesezeit: 2 Min.

Die kurzen .new-Domains sparen Zeit: Wer etwa doc.new in die Adresszeile des Browsers tippt, öffnet damit fix ein neues Dokument in Google Docs. Die Top-Level-Domain hatte Google vor einem Jahr vorgestellt und für seine Web-Apps verwendet. Seitdem sind bereits einige Shortcuts hinzugekommen: cal.new legt einen neuen Kalendereintrag an; slide.new erzeugt eine neue Präsentation. Demnächst öffnet Google die .new-Domains für alle.

Zunächst hat etwa der Streamingdienst Spotify eine eigene .new-Domain eingerichtet – playlist.new erzeugt ebendiese. Weitere Dienste und Domains sollen folgen: eBay-Verkäufer etwa tippen demnächst sell.new in den Browser, um ein Angebot zu erstellen. Github-Nutzer werden mit repo.new ein neues Repository erzeugen können. Inhaber von Markennamen haben während der Vorrechtphase bis zum 14. Januar 2020 Zeit, .new-Domains zu reservieren. Ab 2. Dezember hat dann jeder die Möglichkeit, eine Domain unter whats.new zu registrieren, schreibt Google in seinem Blog.

Es gibt in der Domain-Registrierungsrichtlinie von Google jedoch die Einschränkung, dass eine .new-Domain dem Nutzer einen oder mehrere Schritte einsparen muss, etwa bei der Registrierung bei einem Online-Dienst oder eben bei einer Aktion. Wer die Domain nicht für einen solchen Shortcut, sondern für ein Katzen-Blog verwendet, muss eventuell mit einer Löschung der Domain rechnen. Nach der Registrierung haben die Seitenbetreiber 100 Tage Zeit, den Regeln zu entsprechen.

Im Mai 2018 hatte Google die Domain-Endung .app vorgestellt, die vor allem für App-Entwickler gedacht ist. Wer will, kann die Endung aber auch für andere Dinge nutzen. Die Besonderheit: Die Verschlüsselung mit HTTPS ist Pflicht – das gilt auch für die .new-Domains. Im Februar dieses Jahres startete Google außerdem den Verkauf von .dev-Domains. (dbe)