Erhalt von Siemens in Bad Hersfeld weiterhin unsicher

Die drohende Schließung des Siemens-Standorts mit etwa 160 Beschäftigten macht das Unternehmen von der Entwicklung des Mobilfunkmarkts abhängig.

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  • JĂĽrgen Kuri

Die drohende Schließung des Siemens-Standorts in Bad Hersfeld mit etwa 160 Beschäftigten macht das Unternehmen von der Entwicklung des derzeit schwachen Mobilfunk-Marktes abhängig. "Aus jetziger Sicht ist es nicht ausgeschlossen, dass der Standort zugemacht wird", sagte Unternehmenssprecher Peter Gottal gegenüber dpa. Das Unternehmen erwartet nach seinen Angaben Gottals geringere Umsatzsteigerungen im Mobilfunkmarkt. "Siemens will sich dafür wappnen." Bis Ende September 2002 werde der Standort in Bad Hersfeld aber auf alle Fälle erhalten. In der Abteilung entwickeln Ingenieure vor allem Software für mobile Kommunikation.

Betriebsratsmitglied Holger Lange meinte, "retten kann uns nur, wenn sich die Konjunktur auf dem Mobilfunk-Markt wieder bessert". Inzwischen werden aber bereits Verhandlungen mit Beschäftigten über eine Versetzung an andere Standorte geführt, betonte der Konzern; Siemens will den Mitarbeitern Arbeitsplätze in Wetzlar, Braunschweig, München oder Stuttgart anbieten. "Das sind keine echten Alternativen", kommentierte Lange allerdings dieses Vorhaben: Die Beschäftigten seien hierhergezogen, weil sie sich in der Region ein Haus leisten und sich einen gewissen Lebensstandard sichern könnten. (jk)