Angezockt: Tanz, Tod und Rätsel mit Felix the Reaper

Im Indie-Puzzle Felix the Reaper hofft der etwas plumpe Protagonist darauf, seine große Liebe zu treffen. Auf dem Weg dorthin tanzt er durch die Schatten und führt so manchen Tod herbei.

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Angezockt: Tanz, Tod und Rätsel mit Felix the Reaper
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Felix ist ein sympathischer Sensenmann mit einem Faible fürs Tanzen.

(Bild: felixthereaper.com )

Felix, unser Protagonist, hat nur wenig Aussichten auf privates Glück. Während er für das Ministerium des Ablebens arbeitet, ist seine große Liebe Betty im Ministerium des Lebens angestellt. Treffen kann er sie nur in der Menschenwelt und so übernimmt Felix dort Aufträge für seinen Arbeitgeber. Dabei muss er so manchen Tod oder anderes arrangieren.

In diesem Indie-Puzzle-Game muss man Schatten so manipulieren, dass Felix an sein Ziel gelangen kann. Denn Felix kann sich nur im Schatten bewegen. Eine Sonnenuhr kann bei Bedarf den Sonnenstand verändern und damit die Richtung, in die die Schatten fallen. Geschickt genutzt und mit den richtigen Gegenständen kombiniert, schafft man so einen schattigen Weg für Felix. Manchmal erfordert das aber einige Umwege und ein wenig Nachdenken.

So erledigt Felix einen Auftrag nach dem anderen, mit jedem neuen steigt die Komplexität des Rätsel. Jedes Level ist anders und alle sind schön detailliert ausgearbeitet. Der schwarze Humor zieht sich dabei durch das ganze Spiel. Noch ein Schmankerl für Star-Trek-Fans dürfte die Vertonung sein: Die Stimme von Patrick Stewart (bekannt als Jean-Luc Picard aus Star Trek Next Generation) führt Felix durch seine Aufträge – auch in der deutschen Fassung, die untertitelt ist.

Entwickelt wurde Felix the Reaper vom dänischen Indie-Studio Kong Orange, Publisher ist Daedalic Entertainment. Kurzweilig ist das Spiel nicht nur wegen seines Humors, sondern dank Felix' Leidenschaft für das Tanzen. Statt dröge rumzustehen, während man über einer Lösung brütet, wirbelt Felix herum, schwingt die Hüften und bewegt sich im Takt der Musik. Noch bevor er loslegt, setzt er seine Kopfhörer auf, steckt den Walkman ein und schwingt das Tanzbein. Felix' Tanzkünste sind dabei ausgefeilt und abwechselungsreich und wurden von professionellen Tänzern choreografiert. Wer's genau sehen will, kann mit dem Mausrad ins Bild zoomen.

Die Legenden der Todesopfer sind mit viel Liebe zum Detail verfasst.

Die Einstiegshürden sind nicht allzu hoch, auch wer nicht so viel Geduld mit Rätseln hat, kann sich auf Felix the Reaper einlassen. Ein Sandwich-Menü rechts oben verrät bei Bedarf den nächsten Schritt. Felix the Reaper ist außerdem eines jener Spiel, die man auch mal kurz zwischendurch spielen kann: Schnell noch ein Rätsel gelöst (oder auch ein ganzes Kapitel), das geht auch ohne viel Zeit.

Felix the Reaper ist für Windows und Mac für rund 25 Euro auf Steam verfügbar. Dank Steam Play/Proton lief es im c't-zockt-Test auch unter Linux ohne Probleme. Bei Gog.com gibt es das Spiel zum selben Preis ohne Kopierschutz.

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(lmd)