Wachstum der EDV-Branche schwächt sich weiter ab

In einigen Bereichen der IT-Branche in Deutschland ist die Nachfrage laut ifo eingebrochen. Dies werde sich nach den Anschlägen vom 11. 9. eher verstärken.

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  • dpa

Das Wachstum der Softwarefirmen und EDV-Dienstleister in Deutschland schwächt sich weiter ab. Schon vor den Terroranschlägen in New York hätten sich die Aussichten für die Branche verschlechtert, teilte das ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München mit. In den vergangenen Monaten habe sich die Nachfrage nach Softwareprodukten und informationstechnischen Dienstleistungen erheblich verlangsamt. In einigen Bereichen sei die Nachfrage regelrecht eingebrochen. Diese Tendenz werde sich nach den Anschlägen eher verstärken. Als Folge gerate auch das Beschäftigungswachstum in der Branche ins Stocken.

Bereits im Jahr 2000 habe sich das Wachstum der Branche verlangsamt. Die Umsätze wuchsen noch um acht Prozent auf 57,9 Milliarden Mark. Für das laufende Jahr prognostizierte das ifo Institut in seiner jüngsten Studie einen Anstieg der Erlöse um sechs bis sieben Prozent. Die Vorhersage basierte aber auf einer Umfrage vor den Anschlägen, betonte ein ifo-Forscher.

Das Geschäftsklima für die EDV-Branche habe sich im 1. Halbjahr deutlich verschlechtert und sei im Juni auf ein neues Allzeittief gefallen, berichteten die Wirtschaftsforscher. Nur noch 38 Prozent der Firmen bezeichneten ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Gut jedes zweite Unternehmen sprach von einer befriedigenden Situation. Jeder zehnte Testteilnehmer empfand seine Lage als schlecht.

Auch die künftigen Aussichten werden skeptischer beurteilt als in der Vergangenheit. So rechnete laut ifo nur noch jeder dritte Dienstleister in den kommenden Monaten mit steigenden Umsätzen. Vor einem Jahr erwarteten noch 60 Prozent der befragten Unternehmen einen günstigeren Geschäftsverlauf. (dpa) / (jk)