SAP-Tochter übernimmt IT-Spezialisten für Getränkebranche

Mit der Übernahme von COPA will sich die Dresdner SAP-Beratungstochter einen neuen Markt komplett erschließen.

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  • dpa

Die Dresdner SAP-Beratungstochter, SAP Systems Integration (SAP SI), übernimmt den IT-Spezialisten für die Getränkebranche, die COPA GmbH (Wesel/Nordrhein-Westfalen). Der Übernahme muss noch das Bundeskartellamt zustimmen, teilte SAP SI mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die international tätige COPA GmbH ist den Angaben zufolge seit rund 20 Jahren auf IT-Lösungen für große und mittelständische Unternehmen in der Getränkebranche spezialisiert. Die COPA GmbH und SAP SI mit ihrer jeweils langjährigen Erfahrung bei der Entwicklung und Integration branchenspezifischer IT-Lösungen ergänzten sich ideal in ihren jeweiligen Kernkompetenzen, erklärten die beiden Firmen.

"Wir rechnen in den nächsten Jahren mit einem deutlich steigenden Bedarf an integrierten IT-Lösungen für die Getränkeindustrie. Gemeinsam mit der COPA GmbH erreichen wir nun eine Schlüsselstellung in der Entwicklung, Beratung und Integration von SAP-Lösungen bei internationalen Kunden dieser Branche", erklärte Ulrich Assmann, Vorstand der SAP SI. COPA-Geschäftsführer Bernhard Fölting sieht "eine hervorragende Gelegenheit, sowohl unser Beratungsangebot auszuweiten als auch schnell in einem wachsenden Markt präsent zu sein".

Die Übernahme betreffe allein das SAP-Geschäft der COPA GmbH. Zur Vorbereitung werde das mittelstandsorientierte Geschäft der heutigen COPA GmbH noch im Dezember in der COPA Systeme GmbH zusammengefasst und als eigenständiges Unternehmen fortgeführt. Dieses Unternehmen, das nicht auf SAP SI übergeht, soll sich auf die Betreuung und Weiterentwicklung einer eigenen IT-Lösung, die bei über 600 Kunden der Getränkebranche im Einsatz ist, spezialisieren.

SAP SI übernimmt dann die rein auf das SAP-Geschäft konzentrierte COPA GmbH in drei Schritten: Noch 2001 gehen die bereits seit dem Jahr 2000 gehaltenen Anteile der SAP AG an der COPA GmbH in Höhe von 25,1 Prozent an die SAP SI über. Zum 1. Januar 2002 übernimmt SAP SI 25,0 Prozent aus dem Anteilsbesitz des Geschäftsführers Bernhard Fölting und zum 1. Januar 2003 die restlichen 49,9 Prozent.

SAP SI bietet Unternehmen und öffentlichen Institutionen umfassende IT-Dienstleistungen, so der Automobilindustrie, Banken, Gesundheitswesen und Medien. SAP SI beschäftigt derzeit weltweit rund 1600 Mitarbeiter und erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 186,2 Millionen Euro. Das IT-Beratungsunternehmen ist im Nemax 50 des Neuen Markts der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. (dpa) / (jk)