Telefonnetzbetreiber patzt bei Euro-Umstellung
Nach der Währungsumstellung auf Euro weist die Tariftabelle des regionalen Netzbetreibers HTP falsche Beträge aus.
Im Zuge der geplanten Währungsumstellung auf Euro gerieten anscheinend falsche Zahlen in die Tariftabelle des regionalen Netzbetreibers HTP. Die derzeitigen Preisangaben für City-, Extern- und Mailbox-Verbindungen seien nicht richtig, bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens heute auf Nachfrage von heise online.
HTP wollte "runde Zahlen" in Euro-Cent präsentieren und hat dem Vernehmen nach deshalb einige Verbindungspreise geringfügig erhöht und andere gesenkt. Die Änderungen sollen ab dem 1. Oktober in Kraft treten. Beispielsweise liegen die neuen Minutenpreise bei Mobilfunkgesprächen in der Hauptzeit bei 96 Pfennig (KombiFON-Vertrag mit ISDN- und Mobilfunkanschluss). Bisher sind 99 Pfennig pro Minute fällig. In der Nebenzeit soll man 37 Pfennig statt 39 Pfennig zahlen. Teuerer werden beispielsweise Wunschvorwahl-Gespräche (76 sowie 37 Pfennig in Hauptzeit und Nebenzeit; bisher 69 und 39 Pfennig). Diese und andere Zahlen seien auf dem Web-Server des Netzbetreibers korrekt aufgeführt.
Allerdings sei bei Preisangaben für City-, Extern- und Mailbox-Verbindungen ein Fehler passiert. Teilweise liegen sie drastisch höher als vor der Euro-Umstellung, sagte die Sprecherin. Laut Tabelle seien nach der Umstellung für City-Gespräche 29 Pfennig zu zahlen, tatsächlich liege der Preis bei 17 Pfennig. Netzexterne Gespräche sind fälschlicherweise mit 1,74 Mark aufgeführt, obwohl HTP dafür nur 96 Pfennig pro Minute kassieren werde (bisher 99 Pfennig). Die Fehler sollen "umgehend, spätestens aber morgen" behoben sein.
Unabhängig von der Währungsumstellung hat HTP bereits zum 1. September den Surf-Tarif OnLeine-Power von bisher 1 Pfennig auf 1,29 Pfennig erhöht. Grund sei eine wegen zunehmender Kundenzahl erforderliche Verbesserung der Internet-Anbindung, heißt es. (dz)