Neuauflage des Sachsen-Ferrari

Sein Vorgänger wurde in der DDR zur Legende. Nun soll der RS 2000 mit modernen Zutaten in die Fußstapfen des berühmten Melkus RS 1000 treten. Ab 2009 könnte es soweit sein

vorlesen Druckansicht 10 Kommentare lesen
630 x 420 20005_1192524432422.jpg
Lesezeit: 3 Min.
Von
  • rhi
Inhaltsverzeichnis

Dresden, 16. Oktober 2007 – Er war das Traumauto der DDR, der Supersportwagen des Ostens: Der Melkus RS 1000, der seinerzeit in knapp über 100 Exemplaren an Promis und Rennfahrer in der DDR verkauft wurde. Heutzutage erzielen die flachen Flundern aus Dresden bei Liebhabern Höchstpreise. Noch immer existieren mindestens 80 Stück der damaligen Kleinserie. Aber der Geist von Heinz Melkus (1928-2005), erfolgreicher DDR-Rennfahrer, Firmengründer und Konstrukteur des RS 1000 lebt in der Gegenwart weiter. Bereits seit einiger Zeit wird eine ihm gewidmete Sonderserie von 15 RS 1000 neu aufgelegt. Wie beim Modell aus DDR-Zeiten ist der Antrieb ein zweitaktender Wartburg-Motor mit 70 PS. Die letzten Fahrzeuge aus der Serie werden im Jahr 2008 fertig gestellt.

Allerdings werden Wartburg-Motoren immer knapper, zudem sind damit aktuelle Abgasbestimmungen nur über komplizierte Umwege zu erreichen. Hinzu kommt, dass das typische „Reng-täng-täng“ des Zweitakters nie so recht zur flotten Hülle passte. Daher hat man sich bei Melkus Gedanken um einen zeitgemäßen Nachfolger gemacht. Auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal, der DDR-Rennstrecke schlechthin, wurde nun ein erstes 1:4-Modell des sinnigerweise „RS 2000“ genannten Nachfolgers vorgestellt. Im Design orientiert sich der RS 2000 am gelungenen Vorgängermodell. Auch das technische Konzept des RS 1000 findet sich wieder: Der Melkus RS 2000 wird ein zweisitziges Mittelmotor-Sportcoupé. Am Dach angeschlagene Flügeltüren werden das Haupterkennungsmerkmal des Sportwagens sein.

Neuauflage des Sachsen-Ferrari (9 Bilder)

Ab Ende 2009 plant Melkus, den RS 2000 als Nachfolger des RS 1000 in Kleinserie zu produzieren