40 Jahre Essen Motor Show - Tuningmesse feiert Jubiläum
Die Essen Motor Show ist die Nummer zwei unter den deutschen Automessen, gleich hinter der Frankfurter IAA. Seit 2000 werden jedes Jahr rund 400.000 Besucher gezählt. Nun feiert die Messe ihr 40-jähriges Jubiläum
- sl
Essen, 12. November 2007 – Die Attraktivität der Essen Motor Show ist ungebrochen. Zwar gilt sie offiziell als Tuningmesse, doch sind auf der Leistungsschau auch zunehmend neue Autos, Designstudien, Oldtimer, Zubehör und Motorsport zu sehen. Seit dem Jahr 2000 zählen die Veranstalter jeweils an die 400.000 Besucher in Essen-Rüttenscheid. Damit hat sich die Essen Motor Show, gleich hinter der Frankfurter IAA und noch vor der Leipziger AMI, als die Nummer zwei der deutschen Automessen etabliert. In diesem Jahr feiert sie ihr 40-jähriges Jubiläum.
Bescheidene Anfänge
Bescheiden ging es 1968 los, als der damals 25-jährige Wolfgang Schöller die Idee hatte, zu Saisonschluss die erfolgreichsten Sport- und Rennwagen des abgelaufenen Motorsportjahres zu präsentieren. Der Titel der Ausstellung lautete schlicht und einfach „Internationale Sport- und Rennwagen-Ausstellung Essen“. Im April 1968 wurde das Konzept zusammen mit der Messe Essen zum ersten Mal in einer Presse-Ankündigung präsentiert. Am 2. November 1968 war es dann soweit: 7.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche in der jetzigen Doppelhalle 10/11 standen zur Verfügung. Der Erfolg der ersten Ausstellung übertraf alle Erwartungen. Zeitweise mussten der damalige Geschäftsführer der Messe Essen Walter Bruckmann und Wolfgang Schöller selbst Eintrittskarten verkaufen, um den Andrang der 57.000 Besucher zu bewältigen.
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Experimentalfahrzeug mit Wankelmotor: 1969 stand ein Mercedes C111 auf der Messe
Hill und Rindt
Unbestrittener Star unter den Ehrengästen war der frisch gekürte Formel-1-Weltmeister Graham Hill. Nur sieben Tage, nachdem er sich in Mexiko den Titel geholt hatte, kam der Brite nach Essen. Er gab sich mit einem Honorar von gerade mal 4500 Mark zufrieden. Auch zu einem weiteren Formel-1-Star wurden Kontakte geknüpft: Jochen Rindt. Der brachte im Jahr 1969 gleich sechs aktuelle Formel-1-Renner nach Essen. Für 1970 wurde die Ausstellung in „Jochen-Rindt-Show / Internationale Sport- und Rennwagen-Ausstellung Essen“ umbenannt. Doch knapp drei Monate vor der Messeeröffnung verunglückte der Rennfahrer tödlich. Trotzdem wurde die Messe unter dem neuen Titel durchgeführt. Sie wurde ein großer Erfolg. Die Besucherzahl verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr.