Verkaufspreis von Excite@Home ist Aktionären zu niedrig
Eine Gruppe von Investoren wehrt sich gegen den geplanten Verkauf des High-Speed-Internetzugangs an den Telefongiganten AT&T.
Aktienbesitzer des bankrotten Internetanbieters Excite@Home wehren sich gegen den geplanten Verkauf des Highspeed-Netzwerks an den Telefongiganten AT&T. Der Kaufpreis soll bei 307 Millionen US-Dollar liegen. Dieser Preis sei der Mehrheit der Anteilseigner jedoch zu gering, sagte Rechtsanwalt Martin Bienenstock von der Kanzlei Weil Gotshal & Manges in New York.
Sein Hauptkritikpunkt: Der Verkauf bringe nicht genug Geld ein, um die Anteilseigner voll auszubezahlen. Dies sei für seine Mandanten besonders deshalb unbefriedigend, da sich für den Highspeed-Internetzugang ein deutlich höherer Preis erzielen lasse. Immerhin nutzten momentan noch 3,6 Millionen Kunden das Angebot.
Die Gruppe der Investoren hat nun bei den US-Behörden beantragt, dass Excite@Home seinen Dienst vorläufig einstellen muss. Auf diese Weise könne man die derzeitigen Kooperationspartner der Firma (Comcast Corporation, Cox Communication, AT&T) dazu bewegen, den wahren Wert für das Netzwerk zu zahlen. Die Anteilseigner wollen so einen Verkaufspreis erreichen, der die mehr als 1 Milliarde US-Dollar an Schulden abdeckt.
Die einzige andere Möglichkeit sieht die von Bienenstock vertretene Gruppe der Anteilseigner darin, dass die Firma mit ihren Kunden bessere Konditionen aushandelt. Die neuen Verträge müssten genügend Kapital einbringen, um alle Schulden bezahlen zu können, so die Forderung.
Der US-Internet- und Portal-Provider Excite@Home hatte bereits Ende September die Geschäftsaufgabe angekündigt. Bis zum Verkauf des Netzwerks an den bisherigen Hauptinvestor AT&T sollte den Kunden der Breitband-Internetzugang jedoch weiter zur Verfügung stehen. (hbu)