China bleibt Antreiber der weltweiten Wirtschaft
Nach dem laufenden Handelskrieg mit den USA stoppt auch das Coronavirus Covid-19 das Wachstum in China nicht. Viele Hersteller investieren weiterhin.
(Bild: Pavel Ilyukhin/Shutterstock.com)
Die Investitionen von Herstellern in chinesische Produktionsstätten reißen auch nach dem Ausbruch des Coronavirus Covid-19 nicht ab, das seinen Ursprung in Wuhan hat. Chinas Wirtschaftswachstum soll bis Ende 2020 zwar nicht so stark steigen wie früher angenommen, mit 5,5 Prozent aber weiterhin deutlich im Plus liegen.
Dies berichtet die taiwanische Webseite DigiTimes mit guten Kontakten in Herstellerkreisen. Demnach stellen vor allem die Subventionen der chinesischen Regierung einen hohen Anreiz dar, die Produktionen in China auszubauen.
Asiatische Handelsabkommen ohne Taiwan
Viele Hardware-Hersteller haben ihren Hauptsitz in Taiwan, lassen jedoch mitunter in China fertigen. Das ist nicht nur günstig, sondern erleichtert auch den Handel: China ist im Gegensatz zu Taiwan Teil des Handelsabkommens Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP), das zwischen ASEAN-Mitgliedsstaaten unter anderem gelockerte Zölle vorsieht.
Laut DigiTimes lassen sich bestimmte Komponenten derzeit ausschließlich in chinesischen Produktionsstätten herstellen, weil andere Länder die lokale Fertigung aufgrund der Preise aufgegeben haben. Eine Abkehr dieser Politik wäre ohne Weiteres nicht kurzfristig möglich.
Zusätzliche Niederlassungen bauen Hersteller zum Beispiel in Vietnam, das außer der RCEP auch der Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership (CPTPP) angehört. Der Handelskrieg zwischen China und den USA regte diese Entscheidungen bereits vor Monaten an, da mit der Verschiffung aus Chinas Nachbarstaaten die erhöhten US-Zölle umgangen werden. Gemäß Reuters baut beispielsweise Samsung derzeit für 220 Millionen US-Dollar eine Forschungsabteilung in Vietnam.
(mma)