"Ori and the Will of the Wisps" angespielt: Wald der tausend Abenteuer
"Ori and the Will of the Wisps" lĂ€sst die Herzen der Jumpân'Run-Fans höher schlagen. Bei der Grafik und beim Spieldesign setzt es neue MaĂstĂ€be.
(Bild: Microsoft)
Die österreichischen Moon Studios legen mit "Ori and the Will of the Wisps" auf eindrucksvolle Weise nach: Schon der VorgĂ€nger "Ori and the Blind Forest" war ein enorm ausgereiftes Jumpân'Run, das die Spieler mit ausgefeilten Levelsystem und mĂ€rchenhaften Szenario begeisterte. Hinter dieser niedlichen Fassade versteckte sich aber ein anspruchsvolles HĂŒpfabenteuer, das PrĂ€zision und Erkundungsdrang belohnte. Ori and the Will of the Wisps knĂŒpft spielerisch da an, wo der VorgĂ€nger aufhörte.
Kniffliges Leveldesign
Erneut schlĂŒpfen die Spieler in den Körper des kleinen Waldgeists Ori, der sich mit seinen Freunden von seinem frĂŒheren Abenteuer erholt. Als sie eine kleine Eule finden und aufziehen, werden Oris BeschĂŒtzerinstinkte geweckt. NatĂŒrlich bleibt es nicht so idyllisch, denn plötzlich verschwindet die Eule. Ori macht sich wieder auf den Weg in den dunklen Wald, um seinen SchĂŒtzling zu retten. Dabei trifft er auf neue Feinde, viele BewĂ€hrungsproben und rĂ€tselhafte Ereignisse.
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Ori hĂŒpft durch den Wald, klettert HĂŒgel hinauf und schwingt sich von einem Ast zum nĂ€chsten, um eine defekte MĂŒhle zu reparieren oder GegenstĂ€nde zu finden. Dabei entdeckt er Kristalle, die seine Lebensenergie erhöhen, und lernt neue FĂ€higkeiten. Er kann zum Beispiel lernen, WĂ€nde zu erklimmen, oder sich mit einem Greifhaken durch die LĂŒfte zu schwingen. Mit jeder erlernten Fertigkeit eröffnen sich neue Wege durch das groĂe Waldlabyrinth. Die Spielwelt ist direkt zum Auftakt enorm verwinkelt. Das kann manchmal auch zu etwas Ratlosigkeit fĂŒhren, wenn man einen wichtigen Hinweis ĂŒbersehen hat.
Traumhaftes Jumpân'Run-Abenteuer
Doch der Wald steckt nicht nur voller Geheimnisse, sondern auch voller Feinde. TollwĂŒtige HornkĂ€fer, biestige StechmĂŒcken und hinterlistige SandwĂŒrmer machen dem Waldgeist das Leben schwer. Zwar empfiehlt es sich, die nervigen Insekten gleich auszuschalten, doch oft kann man ihnen auch einfach ausweichen. Nur den Bossen muss man sich stellen.
Ori and the Will of the Wisps (5 Bilder)

Aber egal, ob man sich den Feinden in den hektischen KĂ€mpfen stellt oder einfach nur durch den mĂ€rchenhaften Wald hĂŒpft â das Spiel sieht traumhaft schön aus. Obwohl die Grafik zweidimensional dargestellt wird, schaffen die Entwickler durch Lichtspiele und den geschickten Einsatz von Vorder- und Hintergrundgrafiken ein rĂ€umliches Spielerlebnis. Besonders schön anzusehen sind die flĂŒssigen Animationen, die sĂ€mtliche Figuren und die Umgebung glaubhaft zum Leben erwecken. Das ist nicht nur etwas fĂŒr das Auge, sondern hilft auch bei der prĂ€zisen Steuerung des kleinen Waldgeists.
Zwischenfazit
Ori and the Will of the Wisps ist ein Fest fĂŒr Jumpân Run-Fans. Der Mix aus anspruchsvollen HĂŒpfeinlagen und komplexem Levelsystem funktioniert hervorragend. Trotz der mĂ€rchenhaften Fassade ist es allerdings kein Spiel fĂŒr kleine Kinder: Einige Monster sind gruselig anzuschauen und viele Stellen dĂŒrften selbst Jumpân Run-Profis die SchweiĂperlen auf die Stirn treiben. Das ist aber eher eine Auszeichnung als Kritik: Selten wurden visuelle Pracht und spielerischer Anspruch so geschickt vereint wie in Ori and the Will of the Wisps.
Ori and the Will of Wisps erscheint am 11. MĂ€rz fĂŒr Windows und Xbox One. USK ab 12. FĂŒr unser Angespielt haben wir ein paar Stunden die Xbox One-Version gespielt.
(dahe)