Wachmacher: Assistenzsystem von Mercedes warnt bei Übermüdung
Bei Mercedes-Benz beginnt die letzte Erprobungsphase eines Assistenzsystems, das Autofahrer rechtzeitig vor Übermüdung und dem gefürchteten Sekundenschlaf warnen soll. Das System wird im Jahr 2009 in Serie gehen
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Stuttgart, 17. Dezember 2007 – Bei Mercedes-Benz beginnt die letzte Erprobungsphase eines Assistenzsystems, das Autofahrer rechtzeitig vor Übermüdung und dem gefürchteten Sekundenschlaf warnen soll. Nach Abschluss aller Tests wird das System im Jahre 2009 in Serie gehen.
Fahrerverhalten wird analysiert
Laut aktueller Studien sind bis zu 33 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle auf übermüdete Autofahrer zurückzuführen. Erschöpfung macht sich in der Regel nicht schlagartig bemerkbar, sondern baut sich über einen gewissen Zeitraum auf. Das Mercedes-System analysiert das Fahrerverhalten mittels verschiedener Sensoren und erkennt, wenn sich der persönliche Fahrstil müdigkeitsbedingt ändert. In diesem Fall wird der Fahrer daran erinnert, eine Pause zu machen. Das Assistenzsystem kann Müdigkeit bereits im Ansatz erkennen und den Fahrer warnen.
Wachmacher: Assistenzsystem von Mercedes warnt bei Übermüdung (3 Bilder)

Das Mercedes-System überwacht den Fahrer permanent
Individuelles Fahrerprofil
Anders als andere Verfahren zur Müdigkeitserkennung wertet das Stuttgarter System eine Reihe von Indikatoren aus, um die Aufmerksamkeit von Autofahrern zu beurteilen und den gleitenden Übergang vom Wachzustand zur Ermüdung zu erkennen. Bei jeder Fahrt beobachtet der „Attention-Assist“ permanent typische Verhaltensmuster des Autolenkers und ermittelt auf diese Weise ein individuelles Fahrerprofil, das als Grundlage für die Müdigkeitserkennung dient. Bei
signifikanten Abweichungen von den gespeicherten Erfahrungswerten stellt das System fest, ob Anzeichen für eine beginnende Müdigkeit vorliegen oder nicht.
Analyse verschiedener Messgrößen
Zu den Messgrößen gehören die Geschwindigkeit, die Längs- und Querbeschleunigung, die Lenkradwinkel, sowie bestimmte Bedienhandlungen wie beispielsweise die Pedal- und Blinkerbetätigung oder die Aktivierung der Scheibenwischanlage. Aber auch äußere Einflüsse wie Seitenwind oder Fahrbahnunebenheiten werden berücksichtigt.