Setup-Patronen
Warum liefern die Hersteller neue Drucker mit kurzlebigen Setup- oder Starter-Patronen aus? Ist das reine Geldschneiderei oder gibt es dafĂĽr auch technische GrĂĽnde?
Warum liefern die Hersteller neue Drucker mit kurzlebigen Setup- oder Starter-Patronen aus? Ist das reine Geldschneiderei oder gibt es dafĂĽr auch technische GrĂĽnde?
Je nach Bauart des Druckers gibt es dafĂĽr unterschiedliche GrĂĽnde. Fabrikneue Druckköpfe mit hunderten von EinzeldĂĽsen sind meist imprägniert, um die empfindlichen DĂĽsen vor Oxidation zu schĂĽtzen, solange sie noch nicht mit Tinte benetzt sind. Beim ersten Einrichten werden die Druckköpfe daher gespĂĽlt, um die Imprägnierung zu entÂfernen.
Hersteller wie Brother arbeiten außerdem mit einem Schlauchsystem. Bei solchen Druckern setzt man die Patronen nicht über den Druckköpfen auf dem Kopfschlitten ein, sondern in ein gesondertes Patronenfach an der Seite. Bei der Initialisierung wird zuerst das Schlauchsystem befüllt, wodurch ein Teil der ersten Patronenfüllung nicht zum Drucken genutzt werden kann. Ab der zweiten Patrone stimmt die Reichweitenangabe, da die Schläuche dann gefüllt sind.
Gerade bei preisgünstigen Modellen geht es aber auch schlicht ums Geld: Die Hersteller machen mit dem Verkauf solcher Drucker nur wenig oder keinen Gewinn und verdienen erst an den teuren Ersatzpatronen und anderem Verbrauchsmaterial. Viele Druckerhersteller bieten aber mit teureren Modellen, denen dann XL-Patronen oder – bei Tintentankgeräten – Flaschentinte für 6000 Seiten und mehr beiliegen, eine Alternative an. (rop)