Workstation-Grafikkarten AMD Radeon Pro W5500, W5700 und Nvidia Quadro P2200

AMDs Radeon Pro W soll dank aktueller Navi-Architektur Nvidias Quadro-Karten schlagen. Die halten mit hochoptimierten Treibern und Spezialfunktionen dagegen.

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Workstation-Grafikkarten AMD Radeon Pro W5500, W5700 und Nvidia Quadro P2200
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Bei dicken Grafikbeschleunigern denkt man oft an Gaming-PCs. Doch auch viele Workstations benötigen GPU-Rechenleistung in Hülle und Fülle. Dafür gibt es spezielle Grafikkarten wie AMDs Radeon Pro und Nvidias Quadro, die sich nicht nur in der äußeren Gestaltung von den Gamer-Karten unterscheiden. Mit zertifizierten Treiberpaketen für die meistgenutzten CAD- und Rendering-Programme, vielen modernen Anschlüssen für hochauflösende Displays, durchgehender 10-Bit-Ausgabe für sanftere Farbverläufe und manchmal mit besonders viel Grafikspeicher sollen die Workstation-Karten professionelle Anwender locken.

Mit der Radeon Pro W-Reihe schickt AMD aktuelle Grafikchips mit "Navi"-Architektur gegen Nvidias etablierte Quadro-Karten ins Rennen. Weniger bei der Rohleistung, dafür bei Effizienz, Video- und Display-Technik spielen die neuen Karten ihre Trümpfe aus und die W5500 soll trotz höherer Leistungsaufnahme effizienter sein als Nvidias Quadro P2200. Die Radeon Pro W5700 soll der von uns bereits getesteten Quadro RTX 4000 Paroli bieten.

Den Einstieg will AMD Workstation-Käufern mit der Radeon Pro W5500 für rund 440 Euro schmackhaft machen: Mit 8 GByte Grafikspeicher ist sie deutlich besser ausgestattet als das vergleichbar teure Konkurrenzmodell Nvidia Quadro P2200 mit 5 GByte. Beide Karten haben vier DisplayPort-Ausgänge. Der in moderner 7-Nanometer-Technik gefertigte Navi-14-Grafikchip (GPU) der Radeon hat 1408 Shader-Rechenkerne, organisiert in 22 sogenannten Compute Units (CUs). Bei einer Thermal Design Power von nominell 125 Watt und einem Maximaltakt von 1900 MHz schaffen die Rechenwerke 5,35 Billionen Rechenschritte pro Sekunde (TFlops). Dafür braucht die Karte allerdings einen sechspoligen Stromanschluss vom Netzteil, denn der PCI-Express-Steckplatz liefert maximal 75 Watt. Die Quadro P2200 kommt ohne diesen Zusatzstecker aus und begnügt sich laut Datenblatt mit 75 Watt TDP. Dafür fährt der Grafikchip mit vier Jahre alter Pascal-Architektur und 1280 Rechenkernen maximal auch nur rund 3,8 TFlops auf. Beide Karten belegen je einen Steckplatz und haben 55 Millimeter kleine Radiallüfter zur Kühlung.

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