33. European Media Arts Festival startet online

Das European Media Arts Festival findet es diesem Jahr nicht statt, Teile des Programms gibt es aber online.

vorlesen Druckansicht
33. European Media Arts Festival startet online

(Bild: Screenshot: EMAF)

Lesezeit: 2 Min.

Da das 33. European Media Arts Festival (EMAF) in Osnabrück wegen der Coronakrise ausfallen muss, gibt es Teile des Programms nun online abzurufen, wobei die Veranstalter betonen, dass es dadurch kein Festival im eigentlichen Sinne mehr ist. Ab dem heutigen Mittwoch, dem eigentlichen Auftakt des EMAF, bis zum 26. April sind neun Filmprogramme des internationalen Wettbewerbs als Stream erhältlich. Allerdings mit Ausnahmen.

Die Macher des EMAF erklären auf ihrer Webseite: "Wir möchten den beteiligten Künstler*innen ganz herzlich für ihre große Bereitschaft danken, uns hierfür Arbeiten zur Verfügung zu stellen – auch wenn sie für andere Räume, Situationen und mit anderen Formen des Austauschs im Blick konzipiert wurden." Die Jury vergibt – trotz der veränderten Bedingungen – Preise, Preisträger werden am 26. April bekannt gegeben. Ihre Filme sollen dann im kommenden Jahr beim Festival gezeigt werden.

Das EMAF besteht neben den Filmscreenings aus einem Programm mit Ausstellungen, Talks, Performances und Workshops. Vieles ist dabei raumbezogen, eigens für die Gegebenheiten entwickelt sowie auf Interaktion angewiesen. Austragungsort ist die gesamte Altstadt Osnabrücks. Dies lässt nicht virtuell übertragen.

Einige Programme werden an anderer Stelle zu sehen sein, heißt es. Das von Herb Shellenberger für den Themenschwerpunkt "First Person Plural" zusammengestellte Filmprogramm werde etwa gemeinsam mit dem Berwick Film & Media Arts Festival im Herbst in Großbritannien präsentiert. Dies sei eine erste Kooperation der beiden Festivals. Der Programmname ist zugleich Thema der diesjährigen Veranstaltung gewesen. Dabei sollte es um die "Schnittmengen und Reibungen zwischen individuellem und kollektivem Erfahren, Wahrnehmen und Handeln, zwischen singulärem und gemeinschaftlichem Sein" gehen. Eine Broschüre mit allen geplanten Veranstaltungsterminen, aber auch einem Bezug zu den aktuellen Ereignissen, die zur Absage führten, findet sich online.

Im vergangenen Jahr lautete das Motto des Medienkunstfestivals "Wild, Wild Grammar". Es gab Beiträge, wie der eines Künstlers, der Botschaften auf Dächer schreibt, damit diese bei Google Earth und anderen Kartendiensten zu sehen sind und eine Roboterschlange, die für ihre Fortbewegung auf Bewertungen der Passanten angewiesen ist. (emw)