AMD erzielt Umsatzplus von 40 Prozent
AMD konnte im ersten Geschäftsquartal seinen Umsatz im Jahresvergleich deutlich steigern, für das laufende Quartal dämpft AMD die Erwartungen aber.
(Bild: c't)
Der Chip-Hersteller AMD ist nach einer langen Durststrecke dank seiner neuen PC-Chips auf dem Weg der Besserung. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar, wie AMD nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Der Gewinn sprang von 16 Millionen auf 162 Millionen Dollar hoch. AMD nehme Intel Marktanteile ab, sagte Firmenchefin Lisa Su.
Im ersten Quartal kauften Unternehmen wegen der Coronavirus-Krise verstärkt Notebooks, damit ihre Beschäftigten zuhause arbeiten können. Entsprechend gut fiel das Geschäft im Segment Computing und Graphics mit Ryzen-Prozessoren und Radeon-Produkten aus, heißt es im Geschäftsbericht von AMD. In dem Segment erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,44 Milliarden Dollar im Jahresvergleich, was einem Anstieg von rund 73 Prozent entspricht.
Auch Intel hat von der Corona-Krise profitiert. Bei Intel boomt allerdings auch das Geschäft mit Chips für Rechenzentren, wo angesichts der explosiv gestiegenen Nutzung von Videokonferenzen und Streaming-Diensten die Kapazitäten ausgebaut werden. AMD hofft erst noch, bei Server-Chips in diesem Jahr auf einen zweistelligen Marktanteil zu kommen.
Gedämpfte Prognose
Mit der Prognose für das laufende Quartal enttäuschte AMD die Anleger, die erwartet hatten, dass die Firma stärker von dem Corona-Auftrieb profitieren könne. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um drei Prozent. AMD sagte für das zweite Quartal ein Umsatzplus von 21 Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar voraus und
rechnet für das gesamte Jahr mit 25 Prozent höheren Umsätzen. In der zweiten Jahreshälfte dürfte die Verbraucher-Nachfrage als Folge der Pandemie gedämpft sein, sagte Su. Für das Weihnachtsgeschäft werden aber neue Spielekonsolen von Sony und Microsoft mit AMD-Chips an Bord erwartet.
(olb)