Verbot von chinesischen Auto-Plagiaten auf der IAA?

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Von
  • Gernot Goppelt

Nach Aussage der Branchenzeitung „Automobilwoche“ bahnt sich zur IAA ein Rechtsstreit über Billig-Kopien aus China an. BMW und Smart kündigten demnach gegenüber der Automobilwoche an, mit juristischen Mitteln gegen die Plagiate vorgehen zu wollen. Mit den SUV-Modellen CEO und UFO sowie dem Kleinwagen Nobel sollen gleich drei Fahrzeuge chinesischer Automobilproduzenten zu sehen sein, deren Design frappierend an den X5 von BMW, den RAV4 von Toyota und den Smart Fortwo erinnert.

BMW habe bereits Maßnahmen gegen den Vertrieb des CEO in Europa eingeleitet. Sollte das Fahrzeug auf der IAA ausgestellt werden, werde BMW die Einleitung rechtlicher Schritte prüfen, so ein Unternehmenssprecher. Auch DaimlerChrysler behalte sich vor, juristische Schritte zu unternehmen. Darüber hinaus könnten Schritte zum Schutz des Smart-Designs gegen den chinesischen Hersteller Shuanghuan, der auch den CEO produziert, eingeleitet werden.

Im Fall von Produkt- und Markenpiraterie kann die Entfernung der betreffenden Fabrikate und die Schließung des IAA-Stands verlangt werden, habe der Verband der Automobilindustrie (VDA) betont. Dazu müsse das betroffene Unternehmen bei Gericht eine einstweilige Verfügung erwirken. Die Verletzung von geistigem Eigentum verstoße dem VDA zufolge auch gegen die IAA-Bedingungen. (ggo)